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Zwickauer Hochschulen holen Flüchtlinge in Hörsäle

Zwölf junge Menschen wagen sich an ein Studium Zwickauer Hochschulen holen Flüchtlinge in Hörsäle

Für Ghinwa Toukhi und ihre Schwestern Sahar und Samah ist es die Chance ihres Lebens: Seit diesem Wintersemester studieren die Palästinenserinnen an der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ). Seit gerade einmal vier Wochen lernen sie Deutsch – rund um die Uhr.

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Studentin Ghinwa Toukhi (M.) mit Karl Schwister, Rektor der Hochschule, und Prorektorin Hui-Fang Chiao.

Quelle: dpa

Zwickau.



Das allerdings habe ihr im Libanon nichts genützt. Denn seit ihrer Geburt ist sie quasi ein Flüchtling. Im Libanon, wo sie geboren wurde, seien sie zwar als Ausländer geduldet und hätten studieren dürfen. „Aber als Palästinenser eine Arbeit zu bekommen, ist fast unmöglich.“ Gemeinsam mit ihren Schwestern und ihrer Mutter sei sie über das Mittelmehr nach Europa geflüchtet und schließlich in Meerane (Landkreis Zwickau) gelandet.

Jetzt sitzt sie gemeinsam mit neun Männern aus Syrien in einem Unterrichtsraum auf dem WHZ-Campus, paukt Vokabeln und Grammatik. „Darüber hinaus können die Studenten im Rahmen unseres OpenMINT-Studiums in Kurse verschiedener Fakultäten hineinschnuppern“, erklärt Hui-Fang Chiao, WHZ-Prorektorin für Internationales.

Ziel sei es, nach einem Jahr Vorbereitungsstudium in ein technisches Studium einzusteigen. Die in dieser Zeit erworbenen Credit-Punkte würden den Studenten im Alter von 20 bis 26 Jahren dann wiederum angerechnet. Gefördert werde das Projekt über den Deutschen Akademischen Austauschdienst mit 450 Euro pro Student und Monat.

„Diese jungen Menschen sind hochmotiviert und wollen hier Fuß fassen – dafür brauchen sie diese Chance“, begründet Chiao das Engagement der Hochschule. Für die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) habe man sich bewusst entschieden, weil diese Fachkräfte in der Region benötigt würden. Derzeit laufe bereits ein Antrag für 20 weitere Teilnehmer, deren Zeugnisse, Fachkenntnisse und Eignung im Einzelfall geprüft werden.

Sachsenweit sind nach Angaben des Wissenschaftsministeriums bislang etwas mehr als 100 Flüchtlinge immatrikuliert. Eine genaue Ermittlung sei jedoch schwierig, da nicht jede Hochschule erfasse, ob ein ausländischer Student als Flüchtling registriert sei, erklärte ein Sprecher.

Von DNN

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