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Zu wenige Hilfsangebote: Landesbischof kritisiert Crystal-Politik in Sachsen

Zu wenige Hilfsangebote: Landesbischof kritisiert Crystal-Politik in Sachsen

Der Bischof der evangelischen Landeskirche, Jochen Bohl, hat mehr Hilfen für Crystal-abhängige Suchtkranke in Sachsen gefordert. „Wir dürfen diese jungen Menschen nicht alleine lassen“, sagte er am Freitag nach dem Besuch diakonischer Einrichtungen im grenznahen Zittau.

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Jochen Bohl, Bischof der evangelischen Landeskirche Sachsens.

Quelle: dpa

Obwohl immer mehr zu der Droge griffen, habe der Freistaat die Hilfen für sie nicht aufgestockt. Dabei habe sich die Zahl der Erkrankten seit 2009 verdreifacht. Derzeit befinden sich nach Angaben der Diakonie Sachsen rund 6000 Crystal-Abhängige im Hilfesystem, rund 1000 mehr als 2013. Der Altersdurchschnitt bei Männern beträgt 25 Jahre, bei Frauen 34 Jahre.  

Das größte Problem sieht Bohl darin, dass es nach Entgiftung und Therapie und damit gerade in der so wichtigen Zeit der Nachsorge und Rückkehr in ein drogenfreies Leben überhaupt keine Angebote gibt. „Wenn hier nichts passiert, werden wir viele junge Menschen an die Droge verlieren, weil sie immer wieder rückfällig werden“, warnte er. Nach Schätzungen von Fachleuten braucht es landesweit mindestens 50 stationäre Nachsorgeplätze speziell für Crystal-Geschädigte. „Hier muss dringend etwas geschehen“, appellierte der Landesbischof. „Wir können nicht drei Prozent junger Menschen jedes Jahrgangs aufgeben.“

dpa

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