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Zahl der Grippe-Fälle in Sachsen steigt - Kein Hinweis auf Welle

Influenza Zahl der Grippe-Fälle in Sachsen steigt - Kein Hinweis auf Welle

Winterzeit ist Erkältungszeit. Feuchtkalte Tage sind ideal für die Ausbreitung der Influenza-Viren. Eine Impfung schützt nicht nur den Einzelnen, sondern auch vor einer Grippewelle.

Für Vorsorge ist es noch nicht zu spät. „Impfung ist ein wirksamer Schutz gegen Influenza“, sagte Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU).

Quelle: dpa

Dresden. Seit Oktober 2015 sind mehr als 180 Influenzafälle in Sachsen gemeldet worden. Damit befindet sich die Aktivität nach Einschätzung der Landesuntersuchungsanstalt (LUA) trotz leichter Zunahme noch auf einem für die Jahreszeit üblichen Niveau. Es gebe „derzeit noch keine Hinweise“ auf eine Grippewelle. Fast ein Viertel der Betroffenen waren Kleinkinder zwischen einem und vier Jahren sowie junge Erwachsene zwischen 25 und 44 Jahren. Knapp ein Drittel der Patienten musste zur Behandlung ins Krankenhaus - laut LUA ein sehr hoher Anteil. Bis auf einen 9- und einen 79-Jährigen waren alle nicht geimpft.

Für Vorsorge ist es noch nicht zu spät. „Impfung ist ein wirksamer Schutz gegen Influenza“, sagte Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU). „Wer sich impfen lassen will, sollte aber möglichst bald zum Arzt gehen.“ Immerhin dauert der Schutzaufbau 10 bis 14 Tage. Eine hundertprozentige Garantie ist das nicht, die Impfung verringere aber das Risiko und mildere die Erkrankung, so das Ministerium. Wenn Menschen im engeren Umfeld Grippe haben, ist es schon zu spät. Laut einer Studie klafft bei der saisonalen Influenza in Sachsen eine große Impflücke von 65 bis 70 Prozent. Vor allem Menschen mit viel Kontakt und geschwächtem Immunsystem, chronisch Kranke, Schwangere, über 60-Jährige und medizinisches Personal sollten sich aber impfen lassen. Mit gut 13.000 registrierten Fällen und 16 Todesfällen war 2014/2015 ein Grippe-Rekordjahr. Experten gehen davon aus, dass sich eigentlich viel mehr Menschen infizieren, die Influenza aber unbemerkt oder als leichte Erkältung verläuft. „Nicht jeder geht zum Arzt."

dpa

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