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Wissenschaftsministerin optimistisch für weitere Exzellenzinitiative

Neue Rund 2019 Wissenschaftsministerin optimistisch für weitere Exzellenzinitiative

Sachsen rechnet sich gute Chancen für die neue Exzellenzinitiative von Bund und Ländern aus. Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) bewertete die Aussichten für die sächsischen Hochschulen am Dienstag jedenfalls optimistisch.

Sachsen ist von der Qualität seiner Hochschulen überzeugt.

Quelle: dpa

Dresden. Sachsen rechnet sich gute Chancen für die neue Exzellenzinitiative von Bund und Ländern aus. Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) bewertete die Aussichten für die sächsischen Hochschulen am Dienstag jedenfalls optimistisch: „Ich glaube, dass einige Exzellenzcluster, der Elite-Status der TU Dresden, etwa 50 Tenure-Track-Professuren und bis zu zwei Förderungen für Fachhochschulen möglich sind.“

Bei Tenure Track können junge Wissenschaftler einen neuen Karriereweg beschreiten. Normalerweise müssen sie sich mit befristeten Verträgen von Stelle zu Stelle hangeln. Bei dem Tenure-Track-Verfahren haben Promovierte nach sechs Jahren einen Anspruch auf eine Professur, wenn die zuvor mit der Universität vereinbarten Ziele erreicht wurden. In einem eigenen Programm wollen Bund und Ländern künftig bundesweit 1000 Tenure-Track-Stellen finanzieren.

Die Exzellenzinitiative ist ein Förderprogramm für die Spitzenforschung in Deutschland. Es endet in bisheriger Form 2017, soll aber für zwei Jahre verlängert werden. 2019 folgt dann eine neue Runde, für die sich die Lehranstalten wieder bewerben können. Die Ministerpräsidenten der Länder wollen darüber am 16. Juni endgültig entscheiden. Stange zufolge ist bislang nur Hamburg noch nicht mit im Boot. Die Hansestadt wünsche sich „mehr Dynamik im System“.

Bisher gliedert sich die Exzellenzinitiative in die Bereiche „Zukunftskonzepte“ (Exzellenzuniversität), „Exzellenzcluster“ für einzelne Forschungsprojekte und „Graduiertenschule“ für die Ausbildung junger Forscher. Letzteres soll künftig wegfallen und durch Tenure Track ersetzt werden. Unter dem Slogan „Innovative Hochschule“ ist ferner ein Förderprogramm geplant, dass den kleineren Hochschulen und Fachhochschulen zugute kommen soll.

Aktuell hat in Sachsen nur die Technische Universität Dresden einen Exzellenzstatus. In Dresden und Chemnitz gibt es außerdem zusammen noch drei Exzellenzcluster. „Nun liegt es an den Hochschulen, sich die eigenen Qualitäten und Alleinstellungsmerkmale bewusst zu machen und zukunftsträchtige Forschungsbereiche als Exzellenzcluster anzumelden“, ermutige Stange zum Mitmachen.

Die Exzellenzinitiative ist jährlich mit 533 Millionen Euro ausgestattet. Der Bund trägt 75 Prozent der Gelder, die Herkunftsländer der geförderten Universitäten 25 Prozent.

dpa

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