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Wirtschaftskammern sehen keinen flächendeckenden Fachkräftemangel

Monitoring Wirtschaftskammern sehen keinen flächendeckenden Fachkräftemangel

In Sachsen gibt es nach Einschätzung der Wirtschaftskammern derzeit keinen flächendeckenden Fachkräftemangel. Von 1440 Firmen haben 18 Prozent einen solchen Mangel im eigenen Unternehmen vermeldet.

Dresden. In Sachsen gibt es nach Einschätzung der Wirtschaftskammern derzeit keinen flächendeckenden Fachkräftemangel. Von 1440 Firmen haben 18 Prozent einen solchen Mangel im eigenen Unternehmen vermeldet, wie aus dem am Freitag vorgestellten Fachkräftemonitoring 2015, hervorgeht. Die Firmen beklagten, dass Aufträge mangels Personal abgelehnt werden müssten oder Fristen nicht eingehalten werden könnten. Für das Monitoring haben die sächsischen Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammern 1440 Firmen mit insgesamt 57 000 Beschäftigten befragt.

„Wir sehen allerdings einen erhöhten Bedarf an Fachkräften und der muss gedeckt werden“, sagte der Dresdner HWK-Präsident Jörg Dittrich. 545 der befragten Unternehmen wiesen rund 2060 offene Stellen aus. Gesucht werden demnach vor allem Facharbeiter und Gesellen (51 Prozent), 22 Prozent der offenen Stellen entfielen auf Ungelernte, nur 18 Prozent auf Hochschulabsolventen. Die Kammern warben daher erneut für eine duale Berufsausbildung, wo die Zahlen seit Jahren rückläufig sind, weil sich immer mehr junge Menschen für ein Studium entscheiden. Das gehe aber am Bedarf des Arbeitsmarktes vorbei, so Günter Bruntsch, Präsident der IHK Dresden.

Der Umfrage zufolge suchen die Unternehmen vor allem Berufskraftfahrer, Mechaniker, Mechatroniker sowie Köche. Bei akademischen Abschlüssen rangieren Bauingenieure, Informatiker und Elektrotechniker auf den vorderen Plätzen.

Nach Einschätzung der Kammern verstärke die Rente mit 63 das Problem mit fehlenden Fachkräften. So hätten laut Umfrage fast ein Drittel der befragten Unternehmen dadurch Mitarbeiter verloren. Industrie und Handwerk appellierten zudem, trotz der Flüchtlingskrise über qualifizierte Zuwanderung zu sprechen.

Sachsen müsse als Wirtschaftsstandort gezielt auf ausgewählten Märkten beworben werden, hieß es. In der Befragung gaben 15 Prozent der Firmen an, ausländische Mitarbeiter zu beschäftigen, 21 Prozent äußerten entsprechende Pläne. Als größte Barrieren nannten die Unternehmen Sprachbarrieren und Unsicherheiten über die Qualifikation.

dpa

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