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Wildbestände in Sachsen steigen

Rekord beim Schalenwild Wildbestände in Sachsen steigen

Sachsens Jäger haben in der vergangenen Jagdsaison rund 121.000 Stück Wild zur Strecke gebracht. "Hohe Jagdstrecken sind ein wichtiges Indiz für ansteigende Wildbestände“, erklärte Forstminister Thomas Schmidt (CDU) am Freitag.

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Ein Jäger steht während einer Treibjagd mit seinem Gewehr schussbereit am Waldrand. (Symbolbild)

Quelle: dpa

Dresden. Sachsens Jäger haben in der vergangenen Jagdsaison deutlich mehr Wild erlegt. Insgesamt brachten die Jäger rund 121 000 Stück Wild zur Strecke. Im Vorjahr lag die Zahl bei 107 475. Beim Schalenwild (Huftiere) gab es mit mehr als 75 000 erlegten Tieren sogar einen Rekord. „Das Wild findet im Freistaat Sachsen beste Lebensbedingungen vor. Hohe Jagdstrecken sind ein wichtiges Indiz für ansteigende Wildbestände“, sagte Forstminister Thomas Schmidt (CDU) am Freitag.

Laut Statistik weist die sogenannte Jagdstrecke - die Menge der in einem bestimmten Zeitraum erlegten Tiere - für die Zeit vom 1. April 2015 bis 31. März 2016 unter anderem 4137 Stück Rotwild (Vorjahr: 3737), 36 528 Stück Rehwild (33 280) und 32 878 Wildschweine (27 962) auf. Gestiegen sind auch die Abschüsse bei Waschbären (9889), Fuchs (16 478) und Marderhund. Bei Waschbären hat sich die Strecke in den vergangenen fünf Jahren verdreifacht.

Nach Angaben des Ministeriums sind die aus Nordamerika stammenden Waschbären inzwischen flächendeckend in Sachsen verbreitet. Schwerpunkte liegen in den östlichen und nördlichen Regionen Sachsens. Experten rechnen mit einer weiteren Ausbreitung des Waschbären auch in Städte. Die Jagd werde das nicht verhindern, aber verlangsamen, hieß es. Die Bevölkerung wurde gebeten, Waschbären keine Futtermöglichkeiten zu bieten.

Schmidt interpretierte das Streckenergebnis als Beleg dafür, dass die sächsischen Jäger ihre Verpflichtung zur Hege und Bejagung des Wildes sehr ernst nehmen. „Jagd fördert gesunde Wildbestände, schafft naturnahe Strukturen in der Landschaft und trägt zur Artenvielfalt bei. Jagd ist damit auch angewandter Naturschutz“, sagte der Minister. Er ging auch auf die kulinarische Seite ein. Denn Jagd liefere gesundes, heimisches Wildbret.

Für den Staatsbetrieb Sachsenforst spülte die Jagd im betreffenden Jagdjahr mehr als 607 000 Euro in die Kassen. Das Geld stammt aus dem Verkauf von Jagderlaubnisscheinen und weiteren Erlaubnissen. Eine am Freitag bekannt gewordene Antwort des Forstministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion weist zudem die Zahl der Fehlabschüsse auf. Demnach gab es im Jagdjahr 2015/2016 fünf Fehlabschüsse mit anschließender Selbstanzeigen bei den Behörden.

Sachsen hat eine Jagdfläche von rund 1,6 Millionen Hektar. 524 800 Hektar davon sind Wald. Bei den Behörden sind 11 350 Inhaber eines Jagdscheines registriert.

dpa

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