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Wie wäre ein Dialog möglich? - Rico Gebhardt, Linken-Chef in Sachsen

Wie wäre ein Dialog möglich? - Rico Gebhardt, Linken-Chef in Sachsen

„Es war richtig und wichtig, mit „Dresden für alle“ ein Zeichen in die Welt zu senden, dass Dresden nicht nur aus PEGIDA besteht.

„Wie wäre ein Dialog möglich, welche konkreten Schritte können und müssen dafür getan werden?“ - Rico Gebhardt, Fraktions- und Landesvorsitzender der Linken in Sachsen     

Deshalb habe ich mich auch persönlich an dem Sternlauf beteiligt. Für die weitere Diskussion gilt aus meiner Sicht: Ein Dialog wird nicht auf der Straße im „Wettrüsten“ um die höchsten Teilnehmer-Zahlen entstehen. Der Austausch von Argumenten bedarf eines geschützten Raumes, in dem keine „kriegerische“ Atmosphäre herrscht.  

Räume für eine solche Annäherung im Gespräch können zum Beispiel Kirchen sein. Sie haben sich bereits mancherorts in Sachsen beim Thema Standorte für Asyl-Unterkünfte als Frieden stiftender Rahmen für rhetorische Abrüstung bewährt. Da es im Kern des Streits um die Frage geht, wie wir gemeinsam „christlich-abendländische“ bzw. humanistische Werte in einer offenen, säkularen Gesellschaft leben können, sollten Stätten der Kommunikation aufgesucht werden, die nicht den Charakter einer Kampfarena haben.  

Ich bin den Religionsgemeinschaften für ihr überzeugendes Engagement gegen religiös verbrämten Rassismus dankbar. Wir glauben, dass sich die am Pranger der PEGIDA-Mitmarschierer stehenden politischen Institutionen, aber auch die Medien durchaus mal in Demut üben, also nicht wieder den großen Zampano spielen sollten, der vorgibt zu wissen, wie man diesen Konflikt löst. Denn gerade diese unterstellte elitäre Überheblichkeit steht ja in der Kritik.  

Leider haben die PEGIDA-Anführer das Diskussionsangebot der Landeszentrale für politische Bildung ausgeschlagen. Wir sind grundsätzlich immer zum Dialog bereit, wobei es keine Toleranz gegenüber Intoleranz geben kann. Denn das würde das Fundament des „Abendlandes“ untergraben und jeglichen Diskurs sinnlos werden lassen.     

Vielleicht laden die christlichen Kirchen, die jüdische Gemeinde und Muslime in Dresden gemeinsam zur Eröffnung eines solchen Dialoges ein?“

DNN

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