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Weniger Lehrstellen und weniger Bewerber in Sachsen

Bertelsmann-Studie: Weniger Lehrstellen und weniger Bewerber in Sachsen

Die duale Ausbildung verliert zunehmend an Bedeutung: Fast um die Hälfte ist die Zahl der Bewerber in den vergangenen Jahren in Sachsen geschrumpft. Betriebe bieten allerdings auch weniger Plätze an.

Dresden/Gütersloh. In Sachsen ist die Zahl der Bewerber für einen Ausbildungsplatz in den vergangenen Jahren fast um die Hälfte geschrumpft. Das geht aus dem am Montag von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichten „Ländermonitor berufliche Bildung“ hervor. Demnach ist die Bewerber-Zahl von 39 000 im Jahr 2007 auf rund 20 000 im Jahr 2013 gesunken. In Sachsen schlägt der Rückgang besonders zu Buche. Deutschlandweit gingen die Azubi-Zahlen dagegen nur um 19 Prozent zurück. Die Studie führt als Grund für die Entwicklung vor allem die stark gesunkenen Zahlen der Schulabgänger im Freistaat zurück.

Die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze ging in Sachsen ebenfalls stark zurück - von 33 000 im Jahr 2007 auf rund 19 000 im Jahr 2013. Das entspricht einem Minus von 41 Prozent. Der Studie zufolge ziehen sich auch immer mehr Betriebe aus der Ausbildung zurück, besonders kleine Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten.

In Sachsen bilden demnach nur noch etwa 13 Prozent aller Betriebe aus, bundesweit liegt der Schnitt bei 19 Prozent. Insgesamt hätten sich die Chancen auf einen Ausbildungsplatz aber „leicht verbessert“.

Hauptschüler allerdings profitieren nicht von dem veränderten Ausbildungsmarkt. 2005 traten noch 65 Prozent der Bewerber mit einem Hauptschulabschluss eine Ausbildung an, 2013 waren es mit 56 Prozent deutlich weniger. Nach der Studie haben zudem Jugendliche ohne deutschen Pass schlechtere Chancen auf eine Lehrstelle: Während 85 Prozent der deutschen Jugendlichen direkt eine Ausbildung aufnehmen, sind es bei Bewerbern aus dem Ausland nur 61 Prozent.

Vorzeitig gelöste Ausbildungsverträge spielen demnach eine zunehmende Rolle. 2007 wurde in Sachsen jeder fünfte Ausbildungsvertrag früher als geplant beendet, 2013 waren es bereits 29 Prozent. Dabei gibt es zwischen den Branchen deutliche Unterschiede: Am häufigsten trennten sich Azubis und Unternehmen im Bereich Hauswirtschaft und Handwerk, am seltensten im öffentlichen Dienst.

Christiane Raatz, dpa

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