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Weniger Fett, mehr Vitamine: Neuer Leitfaden soll Schulessen in Sachsen verbessern

Weniger Fett, mehr Vitamine: Neuer Leitfaden soll Schulessen in Sachsen verbessern

Den richtigen Anbieter für die optimale Mittagsverpflegung an einer Schule zu finden, gestaltet sich oft schwierig. Doch wie können die Schulen erreichen, dass nicht nur der Preis, sondern insbesondere die Qualität des Essens bei der Ausschreibung Beachtung findet? Eine Arbeitsgruppe, die sich aus Spezialisten der bundesweiten Vernetzungsstellen für Schulverpflegung zusammensetzt, hat sich dieses Problem zur Aufgabe gemacht und den „Handlungsleitfaden Ausschreibung & Leistungsbeschreibung“ entwickelt.

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Weniger Fett, mehr Vitamine: Das Schulessen in Sachsen soll gesünder werden.

Quelle: dpa

Auch Leipziger Schulen sollen künftig davon profitieren.

„Der Bedarf dieser Aktion hat sich in ganz Deutschland aus der Praxis ergeben. Daraus entstand die Arbeitsgruppe, die praxisnah und wissenschaftlich mit den Schulen zusammenarbeitet“, sagt Manuela Sorg, Koordinatorin der Verbraucherzentrale Sachsen.

Die stellvertretende Stadtelternratsvorsitzende Ania Sinzig fügt hinzu: „Die Esskultur geht verloren. Die Schüler haben zu wenig Zeit und zu wenig Platz, um in Ruhe zu speisen“.

Klagen über den mangelhaften Zustand gibt es vom Kindergarten bis zur Abiturstufe. „Die Kinder bekommen zu wenig Vitamine. Außerdem ist das Essen oft kalt und nicht mehr frisch“, kritisiert Sinzig. Zwar bieten in Sachsen fast alle allgemeinbildenden Schulen eine warme Mittagsmahlzeit an, doch nur für 15 Prozent der Einrichtungen spielen bei der Auswahl des Speisenanbieters qualitative Kriterien eine Rolle. Dies geht aus einer Studie der Verbraucherzentrale Sachsen hervor.

In der Regel ist der Preis für die Verpflegung das wichtigste Auswahlkriterium für einen Caterer. Grundsätzlich müssten die „Qualitätsstandards für die Schulverpflegung“ der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) berücksichtigt werden, was laut einer Studie gegenwärtig nur unzureichend der Fall sei.

Doch wie sieht das richtige Schulessen denn eigentlich aus? Durch die Gewöhnung an einen standardisierten Geschmack kann der Sinn für die Geschmacksvielfalt heutzutage schnell verloren gehen. Daher sind nach den Qualitätsstandards Produkt ohne Verstärker, künstliche Aromen und Süßstoff zu bevorzugen. Auch Salz sollte grundsätzlich sparsam verwendet werden. Auf eine fettarme Zubereitung, viele Vitamine und bissfestes Gemüse muss ebenso geachtet werden. Ganz wichtig sind auch die Warmhaltezeiten, die auf maximal 30 Minuten zu minimieren sind.

„Der Handlungsleitfaden soll ein unterstützendes Instrument für Schulen und Schulträger sein. Das Ziel ist es, bereits in der Ausschreibung die Qualität des Essens zu berücksichtigen. Welche Lebensmittel sollen angeboten werden? Wie sind die Warmhaltezeiten? Diese und viele weitere Fragen können ab sofort von Beginn an klar beantwortet werden“, sagte Sorg.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite , wo auch die Qualitätsstandards als PDF zum kostenlosen Download bereitstehen.

Anne Ulbricht

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