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Weisser Ring Sachsen: Zahl der Stalking-Opfer wächst mit Sensibilität der Gesellschaft

Weisser Ring Sachsen: Zahl der Stalking-Opfer wächst mit Sensibilität der Gesellschaft

Seit Inkrafttreten des Stalking-Paragrafen im Jahr 2007 sind die Sensibilität der Gesellschaft und die Zahl der Stalking-Opfer in Sachsen gewachsen. 2013 betreute der Landesverband des Weissen Rings 22 Betroffene, meist Frauen.

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Seit Inkrafttreten des Stalking-Paragrafen im Jahr 2007 sind die Sensibilität der Gesellschaft und die Zahl der Stalking-Opfer in Sachsen gewachsen.

Quelle: dpa

„Die Sensibilität für dieses Eindringen in die persönliche Sphäre in der Gesellschaft hat sich gewaltig gesteigert“, sagte Vorsitzender Geert Mackenroth vor dem Tag der Kriminalitätsopfer (22. März) der Nachrichtenagentur dpa. Früher habe sich niemand gemeldet, weil es nicht strafbar war. „Inzwischen gehört Stalking wie häusliche Gewalt und sexueller Missbrauch zu den großen Deliktfällen.“  

Die meisten Menschen, die von Mitarbeitern des Weissen Rings in Sachsen betreut werden, sind Opfer von Körperverletzungen. 2013 waren es 93, auch von häuslicher Gewalt Betroffene. „Auch da hat das Gewaltschutzgesetz die Sensibilität für das Thema erhöht“, sagte Mackenroth. Zu den insgesamt 268 von dem Verein im Freistaat Betreuten gehörten auch Opfer von Vergewaltigungen und sexueller Nötigung, Raub, Bedrohung oder Betrug. Die Zahl der Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch liege bei 61 und sei „absolut erschreckend“, sagte Mackenroth.  

Der Tag der Kriminalitätsopfer soll unter anderem Defizite in der Gesellschaft aufzeigen. „Das Bewusstsein für die Opfer in der Öffentlichkeit ist nach wie vor zu gering“, sagte Mackenroth. Noch immer stünden die Täter im Fokus, während die Opfer meist anonym blieben. „Wir sind auf einem guten Weg, gesellschaftlich und in der Politik.“ Aber Dinge wie das unter Jugendlichen übliche Schimpfwort „Du Opfer“ zeugten von einer Haltung, als ob Betroffene selbst schuld seien. „Jeder von uns kann zum Opfer werden.“ Daher habe die Gesellschaft eine besondere Verpflichtung zur Solidarität.

dpa

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