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Weihnachtsmänner in Sachsen gefragt

Agenturen suchen Darsteller Weihnachtsmänner in Sachsen gefragt

In vielen Familien bringt noch immer ein echter Weihnachtsmann mit Rauschebart die Geschenke. Auf dem Lande sollten Eltern für den Heiligabend schon gebucht haben.

Quelle: dpa

Dresden. Roter Mantel und Rauschebart: Die Vermittler von Weihnachtsmännern in Sachsen haben drei Wochen vor dem Fest alle Hände voll zu tun. „Die Nachfrage ist sehr hoch“, sagt Ludwig Starke von der Studentischen Arbeitsvermittlung (STAV) in Dresden. Oft aber übernehmen es auch Nachbarn, Freunde oder Bekannte, die Kinder zu überraschen. „Es gibt gewachsene Kontakte, die keine Vermittlung brauchen“, erzählt der Sprecher der Regionaldirektion Sachsen der Arbeitsagentur, Frank Vollgold.

Inzwischen vermittelt nur die Zwickauer Arbeitsagentur noch Freiwillige, die am Heiligen Abend die Bescherung übernehmen. Dabei ist es in der Stadt auch kein Problem, noch kurzfristig Rotrock oder Engel zu buchen. „Auf dem Land wird das schwierig“, weiß René Schenk aus Erfahrung. Hunderte Einsätze für leuchtende Kinderaugen kommen jährlich landesweit zusammen. „90 Prozent wollen den Weihnachtsmann“, berichtete Stark. „Engel sind eher die Ausnahme.“

Anfragen kommen meist von Familien, aber auch für Weihnachtsfeiern in Firmen oder Seniorenheimen werden Hobbyschauspieler gebucht. Bisher liegen der Zwickauer Arbeitsagentur rund 500 Anmeldungen vor. „Wir sind froh über Jeden, der noch mitmacht.“ Denn auch diesmal wird noch die übliche „Torschlusspanik“ kurz vor Weihnachten erwartet. Die Wiederholungstäter unter den Familien indes buchen bereits Anfang November.

Beim Einsatz zählt besonders der Spaß. „Der Weihnachtsmann verdient sich keine goldene Nase“, sagt Schenk. Besteller müssen mit Kosten von 25 Euro rechnen. Professionelle im Internet verlangen schon mal dreistellige Summen. Die Agenturen vermitteln nur den Kontakt, Details und Bezahlung werden direkt zwischen Weihnachtsmann und Auftraggeber abgesprochen. Jährlich vermittelt die STAV in Dresden bis zu 100 Studenten, die etwa 600 Familien im Raum Dresden besuchen.

„Wenn es einer macht, dann mit Leidenschaft“, sagt Agentursprecher Vollgold. Manchmal stecken auch Frauen hinter dem Rauschebart. „In der Regel sind aber typische Männer gefragt, die Respekt ausstrahlen, liebevoll mit Kinder umgehen können, und ein bisschen Angst machen“, berichtet der Zwickauer Schenk. Pro Abend könnten da schon mal sieben bis acht Auftritte zusammenkommen. „Die Spitze waren mal zehn.“

Nach Angaben der Vermittler ziehen dabei nicht nur Studenten von Haus zu Haus, sondern auch Berufstätige oder Väter, deren Kinder dem Weihnachtsmannalter entwachsen sind. „Wir haben einen Rentner, der ist über 70 und macht das schon Jahre“, sagt Starke. Auch junge Dresdner, die anderswo studieren, nutzen den Weihnachtsbesuch zu Hause für einen Einsatz im roten Rock. Dafür werden sie auch extra geschult. „Eigentlich kann es Jeder machen.“

dpa

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