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„Via Regia“ als Trainingsstrecke für jugendliche Straftäter

Dresdner Jugendhilfe „Via Regia“ als Trainingsstrecke für jugendliche Straftäter

Ab Freitag begeben sich sieben Jugendliche auf einen etwas anderen "Arbeitsweg". Die Männer zwischen 18 bis 21 Jahren arbeiten entlang der „Via Regia“ von Bautzen und Dresden. Das Projekt der Dresdner Jugendhilfe soll strafrechtlich auffällig gewordenen Jugendlichen neue Perspektiven aufzeigen.

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Die jungen Männer pilgern fünf Tage durch die Oberlausitz (Symbolbild).

Quelle: dpa

Dresden/Bautzen. Ab Freitag begeben sich sieben Jugendliche auf einen etwas anderen "Arbeitsweg". Die Männer zwischen 18 bis 21 Jahren arbeiten entlang der „Via Regia“ von Bautzen und Dresden. Das Projekt der Dresdner Jugendhilfe soll strafrechtlich auffällig gewordenen Jugendlichen neue Perspektiven aufzeigen.

Gemeinsam mit zwei Sozialpädagogen starten die, durch Diebstahl, Körperverletzung oder Drogenbesitz auffällig gewordenen Männer ihre fünftägige Pilgerwanderung durch die Oberlausitz. Auf der 60 Kilometer langen Strecke wird den Teilnehmern nichts geschenkt. Zusätzlich zur gemeinnützigen Arbeit, wie das Einsammeln von Wegmüll, müssen sich die Jugendlichen die Kosten von Unterkunft und Verpflegung selbst erarbeiten – etwa durch Holzhacken, Gartenarbeit oder Reparaturen. Für manche bedeutet das erstmals harte körperliche Arbeit.

„Die Mühe lohnt sich“, sagt Rainer Mollik, Sachgebietsleiter Jugendgerichtshilfe im Dresdner Jugendamt. Mit der modernen Methode der sozialen Arbeit versuche man ausgetretene Pfade der Jugendarbeit zu verlassen und durch das ungewohnte Umfeld, die Nähe zur Natur und die körperlichen Anstrengungen einen intensiveren Zugang zu den jungen Menschen zu erlangen. „Das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, um mit ihnen über Regelverstöße, Schul-, Ausbildungs- und Beziehungsabbrüche, über Hemmnisse und Wünsche ins Gespräch zu kommen und über Unterstützungsmaßnahmen und erforderliche Veränderungen zu reden“, so Mollik weiter. Der Arbeitsweg sei demnach oft der Anfang neuer Wege und Lebensübergänge.

jbü

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