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Verhaftung nach Brandanschlag im Erzgebirge - Anklage in Görlitz

Fahndungserfolge Verhaftung nach Brandanschlag im Erzgebirge - Anklage in Görlitz

Vier Monate nach einem Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft im Erzgebirge haben Ermittler einen Fahndungserfolg erzielt. Ein 30 Jahre alter Tatverdächtiger aus dem Raum Annaberg-Buchholz wurde am Mittwochmorgen wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung verhaftet.

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Quelle: dpa

Dresden. Vier Monate nach einem Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft im Erzgebirge haben Ermittler einen Fahndungserfolg erzielt. Ein 30 Jahre alter Tatverdächtiger aus dem Raum Annaberg-Buchholz wurde am Mittwochmorgen wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung verhaftet, wie die Staatsanwaltschaft Chemnitz und das für Extremismus zuständige Operative Abwehrzentrum (OAZ) mitteilten. Außerdem seien bei drei weiteren Verdächtigen Durchsuchungen vorgenommen worden. Dabei handele es sich um einen 19-Jährigen und zwei Frauen im Alter von 29 und 36 Jahren.

Unterdessen wurde wegen eines Brandanschlags auf ein Asylbewerberheim in Löbau in der Oberlausitz Anklage gegen drei Beschuldigte im Alter von 16, 26 und 31 Jahren erhoben. Sie sollen Mitte Februar Molotowcocktails auf die Unterkunft geworfen haben und müssen sich nun wegen versuchter schwerer Brandstiftung und Störung des öffentlichen Friedens vor Gericht verantworten, wie die Staatsanwaltschaft Görlitz mitteilte.

Den vier Verdächtigen aus dem Erzgebirge wird vorgeworfen, in der Nacht zum zweiten Weihnachtsfeiertag in Schlettau bei Annaberg vier Molotow-Cocktails auf die noch nicht bezogene Unterkunft geworfen zu haben. Während drei Brandsätze erloschen, ohne Schaden anzurichten, verursachte der vierte ein Feuer auf dem Dach, das aber von Wachleuten schnell gelöscht werden konnte. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden blieb gering.

Bei der Durchsuchung der Wohn- und Geschäftsräume waren am frühen Mittwochmorgen Beamte des OAZ und der Bereitschaftspolizei im Einsatz. Sie stellten unter anderem Computer, Speichermedien und Handys als Beweismittel sicher. Auch das mutmaßliche Tatfahrzeug wurde beschlagnahmt. Den Haftbefehl des Amtsgerichts Chemnitz gegen den 30-Jährigen hatten die Beamten in der Tasche.

Über den Vollzug der Untersuchungshaft gegen den 30-Jährigen werde am Donnerstag ein Haftrichter entscheiden, sagte eine OAZ-Sprecherin. Der Mann sei vor mehreren Jahren bereits polizeilich in Erscheinung getreten. Allerdings habe es ich dabei um „Delikte der Allgemeinkriminalität“ gehandelt. Die beiden Frauen und der 19-Jährige seien dagegen bisher nicht mit dem Gesetz in Konflikt geraten.

Innenminister Markus Ulbig (CDU) nannte den Ermittlungserfolg einen Beweis dafür, dass Sachsen konsequent gegen Rechtsextremismus vorgehe. „Alle Extremisten und politisch motivierten Straftäter in Sachsen müssen wissen, dass die Chance, dass wir sie ermitteln und ihrer gerechten Strafe zuführen, groß ist und weiter wächst.“

Bei dem Brandanschlag in Löbau war ebenfalls kein größerer Schaden entstanden, da die mit Diesel gefüllten Flaschen von einem Küchenfenster und der Eingangstür des Heims abprallten. Vorausgegangen war der Tat laut Staatsanwaltschaft ein Streit mit mehreren Ausländern, von denen die Beschuldigten geglaubt hätten, dass es sich um Bewohner der Unterkunft gehandelt habe. Mit der Tat hätten die Beschuldigten Angst und Schrecken verbreiten wollen.

Der 16- und der 26-Jährige waren noch in der Tatnacht festgenommen worden. Der jüngere hatte ein Geständnis abgelegt. Die Befragungen hatten dann zur Festnahme des 31-Jährigen geführt. Während dieser nach wie vor in Untersuchungshaft sitzt, wurden die beiden anderen zwischenzeitlich auf freien Fuß gesetzt. Der Prozess soll schon im Mai vor dem Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Görlitz beginnen.

dpa

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