Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -7 ° Schneeregen

Navigation:
Google+
Verbändegespräch zur Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen

„Zuwanderung ist Normalität“ Verbändegespräch zur Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen

„Wir müssen anpacken, loslegen und schnell für eine Integration der Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt sorgen.“ Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) fand zum Start in das dritte Verbändegespräch Integration am Mittwoch in Dresden deutliche Worte.

Quelle: Andre Kempner

Dresden. „Wir müssen anpacken, loslegen und schnell für eine Integration der Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt sorgen.“ Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) fand zum Start in das dritte Verbändegespräch Integration am Mittwoch in Dresden deutliche Worte.

Thema der Gesprächsrunde ist die Eingliederung von Migranten in den Arbeitsmarkt. Dazu kommen rund 130 Vertreter aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft im Deutschen Hygiene-Museum zusammen. Damit gibt es so viele Anmeldungen wie nie. Ziel dieser Treffen ist ein Austausch über die Nutzung bestehender Regelungen und Förderprogramme auch für Flüchtlinge und Asylbewerber, um deren Integration zu erleichtern. Außerdem soll die Vernetzung aller Beteiligten auf kommunaler Ebene verbessert werden.

Bei dem Treffen, an dem neben Petra Köpping auch Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) und der sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth (CDU) teilnehmen, will die Geschäftsführerin des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration, Cornelia Schu, über Rahmenbedingungen und Potenziale der Arbeitsmarktintegration von Migranten sprechen.

Erleichterung für integrative Maßnahmen erhofft sich die Ministerin vom Asylgipfel, der am Donnerstag stattfinden soll. Cornelia Schu wünscht sich eine Versachlichung der Flüchtlingsdebatte. „Zuwanderung ist Realität und Normalität in Deutschland und vermehrt auch in Sachsen. Mehr Menschen ziehen hier her als wieder weg“, so Schu. Jeder fünfte Deutsche habe einen Migrationshintergrund, in Sachsen sind es derzeit fünf Prozent der Bevölkerung. Wenn die bisherigen demografischen Prognosen zutreffen, werden im Jahr 2050 30 Prozent der Bevölkerung über 65 Jahren und damit nicht mehr im erwerbsfähigen Alter sein. Aus diesem Grund sei ein funktionierendes Integrationskonzept wichtig und notwendig, bekräftigt Schu. Zentrale Punkte hierbei seien die Sprachförderung der Flüchtlinge und die interkulturelle Öffnung unserer Gesellschaft.

Auf einem guten Weg sieht sich die Bundesagentur für Arbeit mit ihrem Projekt „Early Intervention“. Dresden ist einer von neun Projektstandorten bundesweit, in dem in Kooperation von Bundesagentur und Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die Integration von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt gefördert werden soll. Im Rahmen der Initiative werden Asylbewerber gezielt angesprochen und früh beispielsweise sprachlich gefördert, um ihnen eine möglichst schnelle Integration in der Berufswelt zu ermöglichen. „Wir wünschen uns für die Zukunft mehr Personal, funktionierenden Strukturen und den Abbau von bürokratische Hemmnissen“, so Andreas Babuke, der zuständige Projektkoordinator in der Arbeitsagentur. Derzeit laufe in der Chemnitzer Erstaufnahmeeinrichung ein Pilotprojekt, in dem Mitarbeiter der Arbeitsagentur direkt vor Ort einen ersten Kontakt mit den Flüchtlingen suchen und zentrale Punkte wie Schul- und Berufsausbildung sowie Arbeitserfahrung abklopfen.

Julia Vollmer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
93. DNN-Barometer

Das Dresdner Boot ist voll. Dieser Ansicht ist fast die Hälfte der Menschen, die für die jüngste Ausgabe des DNN-Barometers befragt wurden. Sie glauben, dass in Dresden kein weiterer Platz für Flüchtlinge ist.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus News

Majong: Der Klassiker unter den Computer-Puzzles. Hier kostenlos online spielen im Spieleportal von DNN.de ! mehr

Gewinnspiele
  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr