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Untreue-Prozess gegen SachsenLB-Vorstände wird eingestellt

Geringe Schuld Untreue-Prozess gegen SachsenLB-Vorstände wird eingestellt

Der Strafprozess gegen zwei frühere Vorstände der SachsenLB soll gegen die Zahlung einer Geldauflage eingestellt werden. Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Leipzig beschloss am Donnerstag die vorläufige Einstellung des Verfahrens wegen geringer Schuld.

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Dublin-Deals brachten die kleinste deutsche Landesbank im Sommer 2007 an den Rand des Ruins. Sie wurde eilig notverkauft.

Quelle: dpa

Leipzig. Der Strafprozess gegen zwei frühere Vorstände der SachsenLB soll gegen die Zahlung einer Geldauflage eingestellt werden. Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Leipzig beschloss am Donnerstag die vorläufige Einstellung des Verfahrens wegen geringer Schuld. Die Staatsanwaltschaft und die Angeklagten hatten diesem Schritt zugestimmt. Die Ex-Vorstände Herbert Süß (77) und Stefan Leusder (61) sollen je 80 000 Euro zahlen. Wenn das Geld überwiesen ist, wird das Verfahren endgültig beendet.

Die strafrechtliche Aufarbeitung des SachsenLB-Debakels

Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat nach dem Desaster der SachsenLB gegen eine ganze Reihe früherer Landesbank-Vorstände ermittelt. Das wurde aus den Verfahren:

- Hans-Jürgen Klumpp, Vize-Chef der Landesbank, wird wegen unrichtiger Darstellung in der Bilanz angeklagt. Das Verfahren wird im Sommer 2015 gegen 25 000 Euro Geldauflage eingestellt.

- Gerrit Raupach, Firmenkundenvorstand, steht 2015 wegen Bilanzfälschung vor dem Landgericht Leipzig. Gegen 30 000 Euro Geldauflage wird der Prozess eingestellt.

- Michael Weiss, langjähriger Vorstandschef und Vorstand Rainer Fuchs, profitieren 2014  von einem Formfehler. Das Landgericht weist die Anklagen ab. Die Staatsanwaltschaft legt dagegen Beschwerde beim Oberlandesgericht ein. Unter dem Schreiben fehlt eine Unterschrift.

- Werner Eckert, Mitglied des letzten amtierenden Vorstands, wird angeklagt. Das Verfahren wird 2015 gegen 50 000 Euro Geldauflage eingestellt.

- Herbert Süß, letzter Vorstandschef und Stefan Leusder, Kapitalmarktvorstand, stehen seit Januar 2016 wegen Untreue und Bilanzfälschung vor dem Landgericht Leipzig. Nach knapp einjähriger Verhandlung soll das Verfahren gegen je 80 000 Euro Geldauflage eingestellt werden.

- Yvette Bellavite-Hövermann, Finanzchefin, ist wegen Krankheit verhandlungsunfähig. Das Verfahren gegen sie ist bis auf weiteres ausgesetzt.

Gegen die Ex-Manager war seit Anfang des Jahres wegen Untreue und Bilanzfälschung verhandelt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte ihnen grobe Pflichtverletzungen vorgeworfen. Sie sollen riskante Kreditersatzgeschäfte der SachsenLB über irische Zweckgesellschaften genehmigt und gebilligt haben. Diese Dublin-Deals brachten die kleinste deutsche Landesbank im Sommer 2007 an den Rand des Ruins. Sie wurde eilig notverkauft. Süß und Leusder hatten die Vorwürfe zurückgewiesen.

dpa

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