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Unland: Weltweite Finanzkrise ist noch nicht gelöst

Finanzminister Unland: Weltweite Finanzkrise ist noch nicht gelöst

Griechenlands Finanzprobleme sind durch die Flüchtlinge und andere Themen aus den Schlagzeilen verdrängt worden. Dennoch warnen Experten immer wieder, dass die Probleme noch nicht gelöst sind.

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Quelle: dpa

Dresden. Sachsens Finanzminister Georg Unland (CDU) sieht die Folgen der Finanzkrise von 2008 noch immer nicht bewältigt. Dies berge auch für Länder wie Deutschland Risiken, obwohl die Bundesrepublik vergleichsweise gut dastehe, sagte der 62 Jahre alte Politiker im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur: „Wir haben die Finanzkrise lediglich mit viel Geld zugeschüttet und verdeckt. Zu guter Letzt wird man die Probleme aber lösen müssen, ob uns das schmeckt oder nicht.“ Die gigantischen Schulden, die zur Bewältigung der Finanzkrise aufgenommen wurden, müssten eines Tages bezahlt werden.

„Derzeit macht man sich vielerorts keine Gedanken darüber, wie das am Ende bezahlt werden soll. Wir machen eher das Gegenteil dessen, was vernünftig ist“, so der Minister. Selbst in finanziell guten Zeiten wie den heutigen gebe es immer noch Städte und Länder, die sich weiter verschulden oder nicht daran denken, Schulden zurückzuzahlen: „Aber wann kann man diese Problem lösen, wenn nicht jetzt - in einer konjunkturellen Hochphase?“ Man müsse es heute anpacken und dürfe das Problem nicht vertagen.

„Wenn ich mich in der Welt umschaue, gibt es nur wenige, die das tun“, sagte Unland. Bis heute sei man nicht zu den Ursachen der Finanzkrise vorgedrungen und habe Vorkehrungen getroffen, damit so etwas nicht wieder passiert. „Wir stecken noch mitten drin in diesen Entscheidungen und Gesetzgebungsprozessen. Es ist zwar einiges in die Wege geleitet worden, aber weltweit betrachtet steht noch viel mehr aus.“

Sachsen hat nach Darstellung von Unland in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet und Vorsorge für magere Zeiten getroffen. Als Beleg nannte er Instrumente wie den Generationenfonds, der künftige Belastungen bei Pensionszahlungen für Beamte mildern soll. 2015 sei ein gutes Jahr gewesen. „Die Prognosen haben sich übererfüllt. Die Wirtschaft lief besser, als jeder sich das vorgestellt hat“, betonte der Minister und lobte jene Kommunen, die in eigener Regie Vorsorge betreiben: „In den guten Zeiten muss man finanziell Speck ansetzen.“

dpa

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