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Umfrage: Kaum Verständnis für Ärzteproteste in Sachsen

Umfrage: Kaum Verständnis für Ärzteproteste in Sachsen

Dresden (DNN/A.K./STH). Tausende niedergelassene Ärzte haben gestern gegen die aus ihrer Sicht zu geringe Vergütung protestiert. Sie hielten an der Aktion fest, obwohl sich Kassenärzte und Krankenkassen zuvor auf eine Honorarerhöhung von bis zu 1,27 Milliarden Euro geeinigt hatten.

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Die Mediziner wollten ein Plus von elf Prozent durchsetzen, was 3,5 Milliarden Euro gekostet hätte. Laut einer DNN-Umfrage findet die Forderung bei den Bürgern wenig Beifall.

Lediglich jeder Zehnte ist dafür, die Milliardenüberschüsse der Kassen für höhere Ärztehonorare zu verwenden. Das ergab eine deutschlandweite Befragung des Instituts für Marktforschung Leipzig im Auftrag der Dresdner Neuesten Nachrichten.

Die größte Unterstützung finden die Mediziner bei Anhängern der Piratenpartei (24 Prozent), die geringste bei Wählern von FDP (zwei Prozent) und SPD (drei Prozent). Die meisten Deutschen plädieren dafür, den finanziellen Spielraum der Kassen für die Abschaffung der Praxisgebühr zu nutzen. Das wünschen sich vor allem die über 50-Jährigen sowie - nach Partei­bindungen - die Anhänger der Grünen, der Piraten, der FDP und der Linken.

Jeder Zweite ist dafür, die überschüssigen Milliarden für die bessere Betreuung der Alten und Kranken einzusetzen. Die größte Resonanz findet diese Idee aber nicht bei den Senioren, sondern bei den 30- bis 49-Jährigen. 56 Prozent der Frauen, aber nur 42 Prozent der Männer sind dafür.

Mehr als jeder Dritte ist dafür, die Kassenbeiträge zu senken. Das wollen vor allem die 18- bis 49-Jährigen. Ein Drittel der Befragten fände es am besten, den Überschuss an die Versicherten zurückzuzahlen. Vor allem Arbeiter halten das für eine gute Idee. Bei Arbeitslosen, Rentnern und Älteren ist die Zustimmung geringer.

32 Prozent der Befragten würden die Gelder aufheben für die Zeiten knapper Kassen. Der Anteil derer, die das Sparen für die Not allen anderen Möglichkeiten vorziehen, steigt mit dem Lebensalter. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es 23 Prozent, bei den über 65-Jährigen 42 Prozent.

Auf die Frage nach der Verwendung der Kassenüberschüsse waren Mehrfachantworten möglich. Für die Studie befragte das Institut Ende September telefonisch 1001 repräsentativ ausgewählte Bürger ab 18 Jahre aus dem gesamten Bundesgebiet.

Im Osten habe es keine flächendeckenden Streiks gegeben, sagte Sean Monks von der Allianz Deutscher Ärzteverbände, den DNN. Die Ärzte hätten weniger Grund dazu gehabt. "Bei der letzten Honorarverhandlung haben sie mit am meisten abbekommen. Es gibt keinen generellen Ost-West-Unterschied mehr", so Monks, der den Aktionstag "Praxis ohne Mitarbeiter" koordinierte.

In der Dresdner Rettungsleitstelle hieß es, alle Patienten, die transportiert worden sind, seien auch behandelt wurden.

-Leitartikel, Seite 2

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.10.2012

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