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Trauermarsch für erschossenen Rocker in Leipzig verläuft friedlich

Kutten untersagt Trauermarsch für erschossenen Rocker in Leipzig verläuft friedlich

Rund 200 Mitglieder des Rockerclubs United Tribuns haben sich in Leipzig an einem Trauermarsch für einen erschossenen Mitstreiter beteiligt. Von starkem Polizeiaufgebot begleitet und größtenteils schweigend zogen sie am Samstagnachmittag durch den Osten der Stadt.

Mitglieder des Rockerclubs United Tribuns bei einem Trauermarsch am 10.09.2016 in Leipzig (Sachsen). Damit erinnerten sie an einen 27-Jährigen (auf Plakat abgebildet), der im Sommer dieses Jahres (2016) von einem Mitglied der rivalisierenden Hells Angels erschossen worden war.

Quelle: Peter Endig/dpa

Leipzig. Rund 200 Mitglieder des Rockerclubs United Tribuns haben sich in Leipzig an einem Trauermarsch für einen erschossenen Mitstreiter beteiligt. Von starkem Polizeiaufgebot begleitet und größtenteils schweigend zogen sie am Samstagnachmittag durch den Osten der Stadt. Zu Zwischenfällen kam es zunächst nicht. Die Rocker wollten mit dem Marsch an einen 27-Jährigen erinnern, der Ende Juni niedergeschossen worden war und später seinen Verletzungen erlag.

Trauermarsch für erschossenen Rocker in Leipzig

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Die meisten Rocker trugen schwarze oder weiße T-Shirts. Die Stadt hatte das Tragen von Kutten und anderer Club-Symbole bei dem Trauermarsch untersagt. Anwohner und einige Schaulustige beobachteten den Zug. Fotografen, die den Rockern zu nahe kamen, wurden von Ordnern des Clubs zurückgewiesen. Am Versammlungsort hatte die Polizei Zugangskontrollen durchgeführt.

Am 25. Juni war es auf der Leipziger Eisenbahnstraße zu Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern der Hells Angels und den United Tribuns gekommen. In deren Verlauf zückte ein Hells Angel eine Pistole und feuerte auf den 27-Jährigen, der Anwärter auf eine Vollmitgliedschaft beim Leipziger UT-Ableger „Iron City“ war. Der Mann starb später im Krankenhaus. Zwei weitere Mitglieder der Tribuns wurden schwer verletzt.

Gegen zwei 30 und 33 Jahre alte Hells Angels waren Haftbefehle erlassen worden. Während der 33-Jährige inzwischen wieder auf freiem Fuß ist, sitzt der 30-Jährige weiter in Haft.

Die Polizei ist am Samstag in Leipzig mit mehreren Hundertschaften im Einsatz. Grund sind neben dem Trauermarsch auch ein Fußballspiel zwischen den Erstligisten RB Leipzig und Borussia Dortmund, das Volksfest KarLi-Beben im Süden der Stadt und der Leipziger Opernball

dpa

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