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Tillich will in Ungarn „Brücken bauen“

Gedenkfeier zu Ungarischem Volksaufstand Tillich will in Ungarn „Brücken bauen“

Anlässlich des 60. Jahrestages des Volksaufstandes in Ungarn hält Bundesratspräsident Stanislaw Tillich am Dienstag eine Rede vor der Nationalversammlung in Budapest. Mit dieser will der sächsische Ministerpräsident im Streit um die Flüchtlingspolitik der EU in Ungarn für Verständigung werben.

Dresden. Vor dem Hintergrund des Streits um die Flüchtlingspolitik der EU will Bundesratspräsident Stanislaw Tillich in Ungarn für Verständigung werben. Er wolle seine Rede am Dienstag vor der Nationalversammlung in Budapest dazu nutzen, „den Beitrag Ungarns für die deutsche Einheit zu würdigen und für mehr aktuellen Dialog zu werben und damit Brücken zu bauen“, sagte der sächsische Ministerpräsident der Deutschen Presse-Agentur. Anlass des Besuchs sind die Feierlichkeiten des Parlaments zum 60. Jahrestag der Volksaufstandes in Ungarn, an denen Tillich (CDU) als höchster deutscher Repräsentant teilnimmt.

Zu poltischen Gesprächen wird Tillich auch mit Präsident Janos Ader, dem Präsidenten der Nationalversammlung, Laszlo Köver, und Regierungschef Viktor Orban zusammenkommen. Orban steht unter anderem wegen seines Anti-EU-Kurses und seiner harschen Flüchtlingspolitik in der Kritik. Bei den Treffen will Tillich neben der deutsch-ungarischen Zusammenarbeit auch europäische Themen ansprechen. Gerade „in der aktuellen Situation der Europäischen Union mit vielfältigen Herausforderungen wie Brexit, Terrorismusbekämpfung, Migration und anderen“ sei das Bemühen um Verständigung wichtig, sagte Tillich.

Er erinnerte daran, dass der Volksaufstand in Ungarn „ein deutliches Zeichen des Widerstandes gegen die sowjetische Bevormundung der Staaten des damaligen Ostblocks“ gewesen sei. „Dieser Widerstand wurde mit hohem Blutzoll für das ungarische Volk gewaltsam gebrochen.“ Der Aufstand sei aber auch „einer der ersten Schritte auf dem langen Weg hin zur friedlichen Revolution im Osten Deutschlands und der deutschen Wiedervereinigung und damit auch zur Überwindung des Kalten Krieges und der Teilung Europas“ gewesen.

Den Volksaufstand war von der sowjetischen Armee blutig niedergeschlagen worden. Mit der Öffnung seiner Westgrenze ermöglichte die Führung in Budapest im Mai 1989 die Ausreise von DDR-Bürgern nach Österreich und trug so entscheidend zum Fall der Berliner Mauer bei.

dpa

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