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Tillich sieht Sachsens Image durch Fremdenhass schwer beschädigt

Fremdenfeindlichkeit Tillich sieht Sachsens Image durch Fremdenhass schwer beschädigt

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) sieht das Image des Freistaats durch fremdenfeindliche Übergriffe nachhaltig beschädigt. Sachsens Ruf leide, sagte er der „Saarbrücker Zeitung“.

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Quelle: dpa

Dresden. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) sieht das Image des Freistaats durch fremdenfeindliche Übergriffe nachhaltig beschädigt. Sachsens Ruf leide, sagte er der „Saarbrücker Zeitung“ (Freitag) eine Woche nach den rassistischen Krawallen im erzgebirgischen Clausnitz und dem von einem rechten Mob bejubelten Brand in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Bautzen am vergangenen Wochenende. Es werde „Kraft und Zeit kosten, den guten Ruf als weltoffenes und inspirierendes Land wieder komplett herzustellen“.

Tillich sagte, dass die überwiegende Mehrheit der Sachsen anständig sei und „genauso wütend wie ich über Anfeindungen und Gewalt gegen Flüchtlinge und Asylbewerber“.

Die Krawalle in Clausnitz beschäftigen am Freitag auch den sächsischen Landtag. Auf Antrag der Linken wird sich der Innenausschuss in einer Sondersitzung mit dem umstrittenen Polizeieinsatz beschäftigen, bei dem Beamte am Donnerstag vergangener Woche von grölenden Demonstranten verängstigte Flüchtlinge teils gewaltsam aus einem Bus geholt hatten. Linken-Fraktionschef Rico Gebhardt sprach anschließend von einer „rechtsäugigen Blindheit“ von Teilen der sächsischen Polizei und ihres Dienstherren.

Auch eine für Freitagabend in Dresden geplante Dankesfeier Tillichs für Flüchtlingshelfer wird von den Übergriffen und dem Umgang der Staatsregierung mit Rechtsextremismus überschattet. Auf Initiative des Netzwerks „Dresden für Alle“ soll dem Regierungschef dabei ein offener Brief übergeben werden, in dem er zum Handeln aufgefordert wird. „Treten Sie politischen Hetzern wie der AfD oder Politikern aus ihrer eigenen Partei entschieden entgegen“, heißt es darin.

Laut „Dresden für Alle“ hatten bis Donnerstagnachmittag schon mehr als 50 Organisationen und Initiativen aus ganz Sachsen sowie 500 bis 600 Einzelpersonen ihre Unterstützung bekundet. Zu der Feier hat die Staatskanzlei etwa 2000 Helfer und Flüchtlingsunterstützer in die Dresdner Eissportarena geladen.

dpa

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