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„Tempo-Lese“ in Sachsen - Weininstitut prognostiziert Rekord-Ernte

Ende der Lese „Tempo-Lese“ in Sachsen - Weininstitut prognostiziert Rekord-Ernte

Die Weinlese in Sachsen ist zu Ende. Wegen des goldenen Herbstes und der warmen Temperaturen im August und September waren die Trauben etwas früher als gewöhnlich gereift, die Hauptlese war mancherorts bereits Mitte Oktober beendet.

Die Weinlese in Sachsen hat ein Ende genommen. Die Winzer sind zufrieden mit Qualität und Erntemenge.

Quelle: Arno Burgi/dpa

Meißen. Die Weinlese in Sachsen ist zu Ende. „Die letzten Trauben wurden noch ausgelesen, zumindest was nach dem Regen noch da war“, sagte Christoph Reiner, Vorsitzender des Weinbauverbandes Sachsen, der Deutschen Presse-Agentur. Wegen des goldenen Herbstes und der warmen Temperaturen im August und September waren die Trauben etwas früher als gewöhnlich gereift, die Hauptlese war mancherorts bereits Mitte Oktober beendet.

So etwa auf dem Staatsweingut Schloss Wackerbarth. Martin Junge spricht von einer „Tempo-Lese“. An einzelnen Tagen hätten bis zu 90 Menschen im Weinberg angepackt und die Trauben per Hand verlesen, darunter viele freiwillige Helfer. Während das Staatsweingut - wie viele Winzer in Sachsen - in den Jahren 2009 bis 2013 mit Ernteausfällen zu kämpfen hatte, fuhren die Winzer in diesem Jahr gute Erträge ein, die sogar über denen des Vorjahres liegen.

„Die guten Ernten geben dem gesamten Anbaugebiet Stabilität“, so Junge. Eigentlich wollte Wackerbarth in diesem Jahr an rund 3000 Riesling-Rebstöcken die Trauben für Eiswein hängen lassen. Wegen der starken Niederschläge der vergangenen Wochen seien nun aber alle Trauben gelesen worden, damit sie nicht an den Reben verfaulen. Das Weingut Schloss Proschwitz hat hingegen knapp einen halben Hektar Traminer-Trauben für den Eiswein stehen lassen.

Die Winzergenossenschaft Meißen freute sich über eine überdurchschnittlich hohe Erntemenge. „Höher als im Vorjahr“, erklärte eine Sprecherin. Auch die Qualität sei mit hohen Mostgewichten und optimalen Säurewerten sehr gut, hieß es. Bei den Sorten Weißburgunder, Grauburgunder, Traminer und Scheureube konnten zudem mehr Prädikatsweine als 2015 eingelagert werden.

„Die Winzer sind sehr zufrieden“, so Reiner. Qualität und Quantität hätten gestimmt. Daran änderten auch die vielen Regentage der vergangenen Wochen nichts.

Das Deutsche Weininstitut (DWI) in Mainz prognostizierte jüngst einen Ertrag von rund 31 000 Hektoliter Weinmost für das sächsische Anbaugebiet. Bewahrheiten sich die Prognosen, haben die Winzer eine Rekordernte eingefahren. 2015 waren es den Angaben zufolge nur 25 000 Hektoliter, das langjährige Mittel liegt bei einer Ausbeute von gerade einmal 20 000 Hektolitern.

Verbandschef Reiner zeigte sich zwar optimistisch, wollte aber noch nicht von einem Rekord sprechen. „Wir müssen erst einmal die endgültigen Zahlen abwarten, um zu sehen, wie hoch die Ausbeute tatsächlich war.“ Ende des Jahres sollen die Zahlen vorliegen. Frühe Sorten wie Goldriesling oder Müller-Thurgau kommen in den nächsten Wochen in die Flaschen und Anfang nächsten Jahres auf den Markt.

dpa

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