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THW stellt sich auf mögliche Einsätze zur Terrorbekämpfung ein

Vorbereitung THW stellt sich auf mögliche Einsätze zur Terrorbekämpfung ein

Das Technische Hilfswerk (THW) rüstet sich für mögliche Einsätze zur Terrorismusbekämpfung. Die ehrenamtlichen Helfer müssten sich im Klaren sein, dass sie mit Anschlags-Szenarien konfrontiert werden könnten, sagte der THW-Landesbeauftragte für Sachsen und Thüringen, Manuel Almanzor.

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Das Technische Hilfswerk (THW) rüstet sich für mögliche Einsätze zur Terrorismusbekämpfung.

Quelle: dpa

Altenburg. Das Technische Hilfswerk (THW) sieht sich künftig auch bei der Terrorismusbekämpfung gefordert. „Unsere ehrenamtlichen Helfer müssen sich im Klaren sein, dass sie mit solchen Szenarien konfrontiert werden können“, sagte der THW-Landesbeauftragte für Sachsen und Thüringen, Manuel Almanzor, der Deutschen Presse-Agentur. Die THW-Helfer kämen dann etwa bei der Rettung und Bergung von Menschen nach einem möglichen Anschlag oder zur technischen Unterstützung ins Spiel. Einsatztaktiken und Sicherheitsfragen bei derartigen Gefahrenlagen gehörten daher zu den neuen Ausbildungsthemen für THW-Helfer, sagte Almanzor.

Eine weitere Herausforderung für das THW sieht der Landesbeauftragte in der Zukunft auch in der Sicherung von digitalen Rechnersystemen, von denen etwa in Krankenhäusern Menschenleben abhingen. Darauf bereite sich die Katastrophenschutzorganisation des Bundes derzeit konzeptionell vor. Bereits in den vergangenen Jahren habe sich das Einsatzspektrum erweitert, sagte Almanzor, dessen Landesverband an diesem Samstag in Altenburg sein 20-jähriges Bestehen feiert.

Im vergangenen Jahr sei das THW Sachsen, Thüringen vor allem in der Flüchtlingshilfe gefragt gewesen. Die freiwilligen Helfer bewältigten 2015 demnach knapp 530 Einsätze hauptsächlich zur Einrichtung von Landes-Erstaufnahmestellen für Flüchtlinge in Thüringen und Sachsen. Das THW übernahm dabei unter anderem die Logistik, die Strom- und Wasserversorgung sowie die Beleuchtung.

In diesem Jahr halten lokale Unwetter die Helfer verstärkt auf Trapp. „Wir sind seit Mai permanent in Einsatz“, sagte Almanzor. „Es vergeht keine Woche, in der wir nicht gerufen werden.“

Bei der Ausstattung des THW in Thüringen und Sachsen sieht der Landesbeauftragte Handlungsbedarf. Etwa ein Fünftel der teuren Spezialfahrzeuge müsse erneuert werden. Wünschenswert sei daher ein Investitionsprogramm für den Fuhrpark.

Der Landesverband Sachsen,Thüringen wurde 1996 in Altenburg gegründet. Dem kleinsten der insgesamt acht THW-Landesverbände gehören nach eigenen Angaben 3000 Ehrenamtliche in 34 Ortsverbänden an. Unterstützt werden sie von 60 Mitarbeitern in Geschäftsstellen in Chemnitz, Dresden, Erfurt und Leipzig, die hauptsächlich organisatorische Aufgaben übernehmen. 16 Prozent der THW-Helfer in Thüringen und Sachsen sind Frauen.

dpa

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