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Studentenbuden in Sachsen deutlich günstiger als im Bundesschnitt

Weimar mit teuersten WG-Mieten in Mitteldeutschland Studentenbuden in Sachsen deutlich günstiger als im Bundesschnitt

In Zeiten galoppierender Wohnungsmieten teilen junge Leute Wohnungen und Kosten gern untereinander auf. Doch selbst Wohngemeinschaften (WG) werden in Universitätsstädten immer kostspieliger, wie eine aktuelle Studie belegt.

Mit Abstand am teuersten im mitteldeutschen Vergleich ist die Studentenbude in Weimar, wo fürs schmucklose WG-Zimmer im Schnitt schon 293 Euro Warmmiete aufgerufen werden.

Quelle: dpa

Dresden/Erfurt. In Zeiten galoppierender Wohnungsmieten teilen junge Leute Wohnungen und Kosten gern untereinander auf. Doch selbst Wohngemeinschaften (WG) werden in Universitätsstädten immer kostspieliger, wie eine aktuelle Studie belegt. Darin hat das in Berlin und Leipzig ansässige Empirica-Institut für das laufende Sommersemester 2016 herausgefunden, dass ein unmöbliertes WG-Zimmer in ganz Deutschland nirgendwo günstiger zu haben ist als in Chemnitz.

Bei einer Durchschnittszimmermiete von 216 Euro liegt die südwestsächsische Stadt um mehr als die Hälfte unter den teuersten Städten München, Frankfurt am Main und Stuttgart, wo für ein WG-Zimmer 530 Euro, 447 Euro beziehungsweise 430 Euro gezahlt werden müssen. „Allein die Wahl der Hochschule kann demnach die gesamten Studienkosten deutlich nach oben treiben“, gibt der Sprecher der TU Chemnitz Mario Steinebach zu bedenken.

Die teuerste sächsische Stadt ist die Landeshauptstadt, wo Studenten für ein etwa 20 Quadratmeter großes Zimmer in einer Gemeinschaftswohnung durchschnittlich 264 Euro Miete einplanen müssen. Leipzig liegt mit 250 Euro knapp darunter, hat aber im Vergleich zum Sommersemester 2012 mit 43 Euro mehr den größten Mietpreissprung in Mitteldeutschland hingelegt.

Etwas größer ist die Preisspanne in den 43 Wohnheimen, die das Studentenwerk Leipzig betreibt. „Die meisten Mieten in unseren 5200 WG-Zimmern und Einzelapartments bewegen sich zwischen 170 und 270 Euro – abhängig von der Wohnform, der Ausstattung und der Lage“, erklärt Michael Mohr. Die Durchschnittsmiete liege bei 221 Euro pro Platz und Monat. „Allerdings sind diese Angaben nicht direkt mit regulären Mietkosten vergleichbar, da in der Miete für unsere Studentenwohnheime auch sämtliche Kosten für Möbel, Internet, Fernsehen sowie alle Betriebskosten enthalten sind“, betont der Sprecher des Studentenwerks.

Mit Abstand am teuersten im mitteldeutschen Vergleich ist die Studentenbude in Weimar, wo fürs schmucklose WG-Zimmer im Schnitt schon 293 Euro Warmmiete aufgerufen werden, bei gehobener Ausstattung und Lage sogar bis 335 Euro. Damit liegt die Klassikerstadt noch vor Jena (270 Euro) und Erfurt (255 Erfurt). „Wer zu uns kommt, tut das offenbar nicht in erster Linie wegen der ungewöhnlich günstigen Mieten“, erklärt die Sprecherin der Bauhaus-Universität Romy Weinhold, „sondern wegen der insgesamt guten Studienbedingungen und dem traditionsreichen Umfeld.“ Während Studenten in den untersuchten Thüringer Studienorten damit noch mehr berappen müssen als in sächsischen Großstädten, sind Standard-Zimmer in Sachsen-Anhalt mit 245 Euro Warmmiete in Magdeburg und 240 Euro in Halle insgesamt günstiger.

Auf Basis Zehntausender Mietinserate für WG-Zimmer erstellt Empirica ein Ranking, das Auskunft über die Mietpreise gibt. „In den 120 untersuchten Hochschulstandorten liegt der Standardpreis im aktuellen Semester bei 340 Euro“, sagt Marktforscher Reiner Braun. „Das ist gegenüber dem Sommersemester vor vier Jahren eine Steigerung von einem reichlichen Viertel.“ In den teuersten deutschen Städten sind einfache Zimmer damit fast 100 Euro teurer geworden – in der drittgrößten sächsischen Stadt Chemnitz betrug der Anstieg lediglich 31 Euro.

Winfried Mahr

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