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Stiften in Sachsen weiter im Trend - Erbschaften nehmen zu

Kleine Summen und große Vermögen Stiften in Sachsen weiter im Trend - Erbschaften nehmen zu

Sachsen ist Stiftungsland. Trotz anhaltend schwieriger Kapitalanlage wird diese Form bürgerschaftlichen Engagements rege genutzt - mit neuen Ideen. Auch der demografische Wandel sorgt für Veränderungen.

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Trotz weiterhin ungünstiger Bedingungen auf dem Kapitalmarkt wächst die Zahl der Stiftungen in Sachsen.

Quelle: dpa

Dresden. Trotz weiterhin ungünstiger Bedingungen auf dem Kapitalmarkt wächst die Zahl der Stiftungen in Sachsen. „Der Trend zum Stiften hält an“, sagte Winfried Ripp von der Bürgerstiftung Dresden der Deutschen Presse-Agentur. Auch immer mehr Kinderlose und Menschen, die Geld übrig hätten, engagierten sich in dieser Form. „Die Zahl der Erbschaften ist sehr stark gestiegen.“ Das reiche von kleinen Summen bis zu großen Vermögen. In den vergangenen acht Jahren summierten sich die Beträge laut Ripp auf fast 6,5 Millionen Euro, fast ein Drittel davon kam 2016 hinzu.

Allein 2,5 Millionen Euro hat ein kinderloses Dresdner Ärzte-Ehepaar in diesem Jahr in einen Stiftungsfonds gegeben - für den Tier- und Umweltschutz. „Viele Leute stiften 10.000 oder 20.000 Euro, weil sie von einem Projekt gelesen haben oder ihr Geld nicht pauschal dem Staat geben sondern wollen, dass es langfristig arbeitet“, erklärte Ripp. Bis auf ganz wenige Ausnahmen seien das Menschen aus der Region - auch Leute, die nach der Wiedervereinigung etwa größere Grundstücke zurückbekommen und verkauft haben. In den meisten Fällen binden sie die Verwendung des Geldes an einen konkreten Zweck.

Sachsen ist mit mehr als 500 Stiftungen das bedeutendste Stiftungsland im Osten. Die meisten davon sind gemeinnützig und fördern vor allem Kunst und Kultur, Bildung und Erziehung, Wissenschaft und Forschung. Der Trend, beim Zweck Senioren zu Lasten der Kinder- und Jugendarbeit zu bevorzugen, hat sich laut Ripp in den vergangenen Monaten wieder umgekehrt. Auch Umwelt- und Naturschutz stünden vermehrt im Blick. Zudem engagieren sich Stiftungen für Flüchtlinge und unterstützen Menschen, die bei der Integration helfen.

Sinkende Kapitalerträge machen es Stiftungen allerdings nach wie vor schwer, Erträge zu erzielen. Dabei helfen Zusammenlegungen oder Zustiftungen, um lukrativer zu investieren, manchmal gibt es auch Unternehmensbeteiligungen. Vom gemeinsamen Fonds der Bürgerstiftungen konnten im vergangenen Jahr 2,5 Prozent ausgeschüttet werden, nach 2,8 Prozent 2014. Für 2016 rechnet Ripp mit 2,3 Prozent - bei niedriger Basis von fünf Millionen Euro. Auf Erbschaften sollten sich Stiftungen indes nicht auf Dauer verlassen. „Die jüngere Generation wird nicht mehr so viel zu vererben haben.“

dpa

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