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Statistik 2015: Mehr als 1000 Straftaten in sächsischen Flüchtlingsunterkünften

Innenministerium Statistik 2015: Mehr als 1000 Straftaten in sächsischen Flüchtlingsunterkünften

Das Sächsische Innenministerium hat jetzt Zahlen zu Gewaltstraftaten in den sächsischen Asylbewerberheimen veröffentlicht. Wie es in der von AfD-Landtagsmitglied Uwe Wurlitzer angeforderten Polizei-Statistik heißt, sind in allen Unterkünften des Freistaates zusammen genommen 2015 drei Flüchtlinge von Mitbewohnern umgebracht worden.

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Leipzig/Dresden. Das Sächsische Innenministerium hat jetzt Zahlen zu Gewaltstraftaten in den sächsischen Asylbewerberheimen veröffentlicht. Wie es in der von AfD-Landtagsmitglied Uwe Wurlitzer angeforderten Polizei-Statistik heißt, sind in allen Unterkünften des Freistaates zusammen genommen von Januar bis November drei Flüchtlinge von Mitbewohnern umgebracht worden.

Zudem registrierte die Polizei elf Sexualstraftaten, zehn versuchte Totschläge, einen Mordversuch und insgesamt 1006 sogenannte Rohheitsdelikte. Dazu gehören Bedrohungen, Nötigungen, räuberische Erpressungen, Körperverletzungen und gefährliche Körperverletzungen. In den kommunalen Asylunterkünften und Erstaufnahmen im Freistaat leben derzeit 50.000 Flüchtlinge. Im ganzen Jahr 2015 wurden knapp 70.000 Menschen in Sachsen neu als Asylbewerber registriert.

In Leipzig, wo aktuell etwa 6000 Flüchtlinge in acht Erstaufnahmen und 24 kommunalen Unterkünften untergebracht sind, wurden laut Polizei-Statistik zwischen Januar und November 132 Gewaltstraftaten direkt in den Einrichtungen verübt. In einem Fall kam es am 4. Juni zu einer Vergewaltigung, heißt es aus dem Innenministerium. Nähere Details zum Verbrechen wurden allerdings nicht genannt. Die anderen Delikte, vor allem Bedrohungen und Körperverletzungen, verteilten sich in etwa gleichmäßig über das ganze Jahr.

Zu den drei nicht natürlichen Todesfällen in sächsischen Asylunterkünften gehört auch ein eskalierter Streit am 1. September in Spröda bei Delitzsch. Ein Marokkaner war damals mit einem Tunesier aneinandergeraten, der 27-Jährige stach auf seinen Mitbewohner ein, verletzte ihn tödlich. Ähnliche Fälle ereigneten sich am 11. März in einer Plauener Unterkunft und am 26. April in einer Dresdner. Auch hier wird Totschlag als Straftat angegeben.

Neben der Vergewaltigung im Juni im Leipzig gab es zehn weitere Sexualstraftaten in sächsischen Flüchtlingsheimen. Die fanden in Schneeberg, Dresden, Chemnitz, Bautzen, Meißen, Regis-Breitlingen und Brand-Erbisdorf statt. In sechs der Fälle ermitteln die Behörden wegen sexuellem Missbrauch von Minderjährigen, heißt es.

Zum Vergleich: Im Jahr 2014 waren unter den 327.000 Straftaten in ganz Sachsen auch 32.000 Gewaltstraftaten, 2000 Verbrechen gegen die sexuelle Selbstbestimmung, 126 versuchte Morde und Totschläge, sowie 26 nicht natürlich Todesfälle. Entsprechende Kriminalitätszahlen zum vergangenen Jahr sind bisher nicht veröffentlicht worden.

Von mpu

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