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Spender fehlen – Sachsen gehen die Blutkonserven aus

Spender fehlen – Sachsen gehen die Blutkonserven aus

In Sachsen werden die Blutkonserven knapp. Deshalb ruft das Deutsche Rote Kreuz zur Spende auf. Denn die moderne Notfall- und Intensivmedizin kommt nicht ohne aus Spenderblut gewonnene Blutpräparate aus. 

In Sachsen werden die Blutkonserven knapp. Deshalb ruft das Deutsche Rote Kreuz zur Spende auf.

Quelle: Archiv

Dresden. In Sachsen werden die Blutkonserven knapp. Deshalb ruft das Deutsche Rote Kreuz zur Spende auf. „Einen Engpass haben wir zwar noch nicht. Bleiben aber weiter die Spender aus, bekommen wir in den nächsten  Wochen ernsthafte Probleme“, warnt Kerstin Schweiger, Sprecherin beim DRK-Blutspendedienst Nord-Ost, der für Sachsen zuständig ist.

Die moderne Notfall- und Intensivmedizin kommt nicht ohne aus Spenderblut gewonnene Blutpräparate aus. Für schwerverletzte Patienten müssen innerhalb weniger Minuten Erythrozyten-Transfusionen zur Verfügung stehen, also Blutkonserven mit roten Blutkörperchen. In besonders schweren Fällen können für einen Patienten über 100 solcher Konzentrate benötigt werden. Blut sei nicht künstlich herstellbar und nur 35 bis 42 Tage haltbar, erklärt Torsten Tonn, medizinischer Geschäftsführer des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost. Die Haltbarkeit der ebenfalls aus den Blutspenden gewonnenen Thrombozytenpräparate (Blutplättchenpräparate) betrage sogar nur vier Tage. „Wenn nicht kurzfristig genügend Menschen Blut spenden, könnte die Bereitstellung dieser Präparate für die Behandlung schwerkranker Patienten gefährdet sein“, so Tonn.

Da viele Spender über die Feiertage verreist waren, fehlt es an Präparaten, so Tonn weiter. Außerdem halte viele das Winterwetter mit glatten Wegen davon ab, zur Blutspende zu gehen. Zum Glück gebe es keine Erkältungswelle, sonst würde die Zahl der Spender noch weiter zurückgehen. Der DRK-Blutspendedienst hat in Sachsen stationäre Einrichtungen in Leipzig, Dresden, Chemnitz, Plauen und Zwickau. Außerdem sind 15 DRK-Fahrzeuge  im Land unterwegs. Benötigt werden laut Tonn am Tag 750 Blutspenden, um die Versorgungslage im Freistaat stabil zu halten. Das DRK sichert mit 70 Prozent die Blutversorgung in Deutschland ab. Seine Dienste stellen jährlich 3,2 Millionen Vollblutspenden bereit. Daneben gibt an großen staatlichen oder kommunalen Krankenhäusern rund 70 Blutbanken. Außerdem bestehen einige privat-kommerzielle Blut- und Plasmaspendeeinrichtungen.

„Bei uns sieht es gut aus. Engpässe verzeichnen wir am Leipziger Uni-Klinikum noch nicht“, sagt Frank Bläser, kommissarischer Leiter des Leipziger Instituts für Transfusionsmedizin. Bei der Blutbank des Klinikums melden sich pro Tag im Schnitt 70 bis 80 Spender. Momentan liege man darunter. Wenn der Winter anhält  und es sehr glatt wird, könnte es eventuell Probleme geben, meint Bläser. Gespendet werden kann an Klinik-Standorten Leipzig-Mitte, Leipzig-Nord und Leipzig-Grünau. Zudem sind zwei Fahrzeuge etwa in Torgau, Geithain oder Eilenburg unterwegs. Am Uniklinikum Dresden gebe es ebenfalls noch keine Engpässe, sagte Sprecher Holger Ostermeyer.

Andreas Dunte

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