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Soli-Kundgebung in Clausnitz – „Der Schock sitzt tief“

„Dresden für Alle“ und "Gepida" vor Ort Soli-Kundgebung in Clausnitz – „Der Schock sitzt tief“

Nach den Vorfällen vor der Asylbewerberunterkunft im sächsischen Clausnitz fanden sich am Samstagabend gut 100 Menschen zu einer Solidaritätskundgebung ein. Auch Mitglieder von „Dresden für Alle“ und „Gepida“ waren vor Ort.

Nach den Vorfällen vor der Asylbewerberunterkunft im sächsischen Clausnitz fanden sich am Samstagabend gut 100 Menschen zu einer Solidaritätskundgebung ein.

Quelle: dpa

Dresden/Clausnitz. Nach den Vorfällen vor der Asylbewerberunterkunft im sächsischen Clausnitz fanden sich am Samstagabend gut 100 Menschen zu einer Solidaritätskundgebung ein. Auch Mitglieder von „Dresden für Alle“ und „Gepida“ waren vor Ort.

„Der Schock sitzt tief“, berichtet Eric Hattke von „Dresden für Alle“ über das Zusammentreffen mit den Flüchtlingen, die sich am Freitagabend bei ihrer Ankunft in Clausnitz einer wütenden Menschenmenge gegenübersahen. Die Leute seien immer noch merklich erschrocken. Die Solidaritätskundgebung sollte ihnen zeigen, dass es auch andere Menschen gibt, nicht nur die grölende Masse. Zudem wurden Spenden übergeben, vor allem Lebensmittel und auch ein Brief mit Grüßen und Wünschen für die Zukunft.

Solidaritätskundgebung für Flüchtlinge in Clausnitz

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Zur Kundgebung waren Teilnehmer aus unterschiedlichen Landesteilen angereist, darunter die Dresdner, aber auch Berliner, Leipziger und Thüringer. Organisiert hatte die Veranstaltung eine Gruppe, die sich auf Facebook „Ich bin das Volk“ nennt. „Ohne diesen Impuls wären wir nicht dort gewesen“, so Hattke. „Es ist uns allen am Abend schwer gefallen, wieder wegzufahren.“ Denn die Flüchtlinge müssten vorerst in Clausnitz bleiben. Gepida berichtet, dass sich auch „besorgte Bürger“ unter die Teilnehmer der Kundgebung gemischt hätten.

 „Wir haben in Sachsen keine Flüchtlingskrise, sondern eine Krise der Gesellschaft, weil uns ein zivilisierter Umgang nicht mehr gelingt“ so Hattke weiter. Das Land Sachsen müsse sich stärker für den Schutz geflüchteter Menschen einsetzen, ausreichend Polizeikräfte bereitstellen und lokale Willkommensinitiativen einbinden.

Franziska Schmieder

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