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Sinkende Bewerberzahlen: Sachsens Polizei wirbt mit Schülerpraktika um Absolventen

Sinkende Bewerberzahlen: Sachsens Polizei wirbt mit Schülerpraktika um Absolventen

Der sächsischen Polizei geht der Nachwuchs aus. Auch die Behörde kämpft um die cleversten Köpfe an den Schulen. Um den sinkenden Bewerberzahlen im mittleren und gehobenen Dienst entgegenzuwirken, können Schüler ab 2014 auch Praktika bei den Ordnungshütern absolvieren.

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Auch so kann der Polizei-Alltag aussehen: Statt im Streifenwagen sind die Leipziger Beamten auf dem Dienstfahrrad unterwegs.

Quelle: dpa

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Noch 2011 bewarben sich 4155 Schulabgänger um einen Ausbildungsplatz für den mittleren Dienst bei Sachsens Polizei. 2013 waren es lediglich 2717 Bewerber. Auch im gehobenen Dienst, der ein Studium voraussetzt, sieht die Situation düster aus. Interessierten sich 2011 noch 2522 junge Menschen für die Ausbildung, haben sich für das kommende Jahr gerade noch 1656 Abgänger gemeldet.

Der demografische Wandel und die damit einhergehenden Schülerzahlen sind ein Faktor, der zu sinkenden Bewerberzahlen beiträgt. Zumal die Lehrstellensituation auf dem sächsischen Arbeitsmarkt nicht mehr so prekär ist, wie noch vor einigen Jahren. „Wie auch andere wirbt die sächsische Polizei um junge Leute“, erklärte Landespolizeipräsident Rainer Kann am Mittwoch.

Um potenzielle Bewerber frühzeitig für eine Laufbahn bei der Polizei zu gewinnen, verstärkt die Behörde ihre Werbeaktivitäten. „Mit dem Auswahlteam sind wir auf Berufsmärkten und Ausbildungsmessen präsent“, verriet Silvaine Reiche, die Leiterin des Auswahlteams. „In den einzelnen Polizeidirektionen gibt es Berufsberater. Sie sind die Ansprechpartner für die Bewerber direkt vor Ort.“ Um die Schüler noch früher zu begeistern, sollen nun auch zweiwöchige Schulpraktika bei der Polizei abgeleistet werden können. Bislang war das nicht möglich.

Das Angebot richtet sich an Schüler von Gymnasien und Oberschulen – den früheren Mittelschulen – in Klassenstufe 8. Während der zehn Tage können die Jugendlichen mit auf Streifenfahrt gehen, die Aufnahme von Verkehrsunfällen oder Ermittlungen oder Kriminalpolizei begleiten. Jede der fünf sächsischen Polizeidirektionen hat dafür ein eigenes Konzept aufgestellt.

„Für ein Praktikum sind keine besonderen Voraussetzungen erforderlich“, beruhigte Reiche potenzielle Bewerber, „Interesse am Polizeiberuf, Kommunikationsfreude - das ist uns wichtig.“ Vorstrafen dürften die Schüler jedoch keine haben. Die Bewerbungsunterlagen finden sich auf der Internetseite der sächsischen Polizei. Ausgefüllt müssten diese vom Klassenlehrer an die jeweilige Polizeidirektion gesandt werden. Diese prüfen dann eine Zulassung zum Praktikum.

Johannes Angermann

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