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Seltenes Handwerk hat in Sachsen zu kämpfen

Handwerkskammer Seltenes Handwerk hat in Sachsen zu kämpfen

Sächsische Handwerkskunst ist zum Teil weltweit gefragt. Doch in den Rollen der Handwerkskammern tauchen seltene Gewerke immer weniger auf. Nur manche haben sich in den letzten Jahren halten können, einige legten sogar leicht zu.

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Die Hutkünstlerin Jacqueline Peevski posiert in Dresden in ihrem Atelier in der Bautzener Straße mit ihren Hutkreationen, die sie für ihre Kunden in der ganzen Welt oder im Auftrag manchmal auch für Oper- und Theaterproduktionen herstellt.

Quelle: dpa

Leipzig. Sächsische Handwerkskunst ist zum Teil weltweit gefragt. Doch in den Rollen der Handwerkskammern tauchen seltene Gewerke immer weniger auf. Nur manche haben sich in den letzten Jahren halten können, einige legten sogar leicht zu. Dies geht aus einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den drei Handwerkskammern im Land hervor. Sie vertreten etwa 58 000 Unternehmen.

So sei die Zahl der Kürschner im Kammerbezirk Leipzig - einst eine Hochburg der Pelzbearbeitung - von 20 im Jahr 2000 auf elf in diesem Jahr zurückgegangen, sagte Sprecherin Andrea Wolter. Den Angaben zufolge gibt es in diesem Jahr nur noch sieben Müller, im Jahr 2000 waren es 13. Das Handwerk des Vergolders üben noch drei Menschen aus, vor 16 Jahren waren es noch sechs. Zulegen konnten dagegen die Brunnenbauer. Ihre Zahl stieg in dem Zeitraum von 12 auf 17, die Bootsbauer legten von einem auf vier zu. Mit einem Plus warten auch die Zupfinstrumentenbauer auf. Ihre Zahl stieg in dem Zeitraum von einem auf sechs.

„Die Anzahl der seltenen Firmen in Bezirk ist in den zurückliegen Jahren relativ konstant geblieben“, sagte die Sprecherin der Handwerkskammer Dresden, Carolin Schneider. Allerdings auf niedrigem Niveau. So gibt es drei Böttcher und zwei Bogenmacher. Zu den sechs Hutmachern zählt die Dresdnerein Jacqueline Peevski. Mit ihren Kreationen beliefere sie Kunden in aller Welt, sagt sie. Auch Opern und Theater bestellten bei ihr. Pro Jahr seien es etwa 100 Hüte, die alle Unikate seien. Die gelernte Kostüm- und Bühnenbildnerin betreibt ihr Handwerk, zu dem sie in Paris gefunden hat, seit 20 Jahren.

„Manche Berufe werden einfach nicht mehr gebraucht, bei anderen fehlt der Nachwuchs“, sagte Romy Weisbach von der Handwerkskammer Chemnitz. So gebe es im Kammerbezirk keine Fleckteppichhersteller, Plisseebrenner zur Textilveredelung und Posamentiererzur Herstellung von Bändern, Fransen, Kordeln, Quasten und Volants mehr. Dagegen seien die Musikinstrumentenbauer noch ganz gut im Geschäft. So seien 28 Geigenbauer, 29 Metallblasinstrumentenmacher und 27 Holzblasinstrumentenmacher aktiv.

dpa

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