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Schweinegrippe in Sachsen auf dem Vormarsch

Sechs Influenza-Todesfälle Schweinegrippe in Sachsen auf dem Vormarsch

In Sachsen gibt es aktuell 2137 Influenza-Fälle. Vor allem die Schweinegrippe grassiert. Der Anteil der an diesem Virus Erkrankten ist im Vergleich zu 2015 dramatisch gestiegen.

Die Schweinegrippe grassiert in diesem Jahr in Sachsen. Mediziner raten auch jetzt noch zur Grippeschutzimpfung. (Symboldbild)

Quelle: dpa

Leipzig. Die Grippewelle hat Sachsen fest im Griff. Aktuell gibt es 2137 bestätigte Influenza-Fälle – allein 488 Erkrankungen kamen in der vergangenen Woche hinzu. „Wir rechnen mit einem weiteren Anstieg“, sagte Gerlinde Schneider, Präsidentin der Landesuntersuchungsanstalt (LUA). „Seit Ende der Schulferien nehmen die Kontakte zu und damit erhöht sich auch die Ansteckungsgefahr.“ Bislang gebe es sechs Todesfälle im Freistaat.

Bundesweit sei ein Anstieg der Fälle zu beobachten, teilte das Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig mit. Vermutlich in zwei bis drei Wochen werde der Höhepunkt der diesjährigen Saison erreicht, so die Wissenschaftler. Die Zahlen seien für die Jahreszeit nicht ungewöhnlich. Im vergangenen Jahr hatte Sachsen zu dieser Zeit 4717 Fälle. Insgesamt waren im Vorjahr 16 Grippetote in Sachsen zu beklagen bei insgesamt 13000 Influenza-Erkrankten.

Hoher Anteil an Schweinegrippe-Infizierten

Bislang dominiere in dieser Saison das H1N1-Virus, auch als Schweinegrippe bekannt. 72 Prozent der bisherigen Erkrankungen in Sachsen seien auf diesen Virusstamm zurückzuführen, im letzten Jahr waren es nur 15 Prozent, sagte LUA-Präsidentin Schneider.

Einen entscheidenden Unterschied zu vergangenen Grippewellen gibt es nach Meinung von Gérard Krause, Leiter der Abteilung Epidemiologie am HZI in Braunschweig. „Die aktuelle Grippewelle trifft nach ersten Erkenntnissen Menschen mittleren Alters, also Menschen zwischen 15 und 59 Jahren, häufiger und schwerer.“ Normalerweise seien vor allem Kinder und ältere Menschen, also Menschen mit einem noch nicht ausgereiften oder bereits geschwächten Immunsystem betroffen.

Mediziner beklagt Impfmüdigkeit

„Im Gefolge der jetzigen Influenza-Erkrankungen nimmt auch die Zahl der krankenhauspflichtigen beziehungsweise schweren Fälle zu“, sagte Bernhard Ruf, Chefarzt der Klinik für Infektiologie am Leipziger Klinikum St. Georg. Das sei auch so während der ersten Influenza-Epidemie mit dem neuen Schweinegrippe-Virus 2009/2010 gewesen. „Auch da traf diese Erkrankung in besonderer Weise sonst gesunde jüngere Erwachsene“, so Ruf. Der Professor rät noch zur Influenza-Impfung. Der Virustyp H1N1 sei im aktuellen Impfstoff enthalten. Eine der Ursachen der stark steigenden Grippe-Fälle sei die mangelnde Bereitschaft, sich gegen die Influenza impfen zu lassen.

Von Andreas Dunte

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