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Schlachtsaison für Martins- und Weihnachtsgänse beginnt

Martinstag Schlachtsaison für Martins- und Weihnachtsgänse beginnt

Der Martinstag rückt näher - und damit auch die Zeit der ersten Gänse- und Entenbraten. Viele Verbraucher wollen inzwischen wissen, wo das Fleisch herkommt. Zuchtbetriebe greifen daher zu moderner Technik.

Quelle: dpa

Wermsdorf . Wenige Tage vor dem Martinstag (11. November) hat in Sachsen die Schlachtsaison für Gänse begonnen. „Wir schlachten jeden Tag etwa 500 Gänse“, sagte Lorenz Eskildsen von der gleichnamigen Gänsefarm in Wermsdorf. Die Tiere würden frisch verkauft, die meisten im Hofverkauf. Bisher sei die Saison gut angelaufen. In diesem Jahr sind die Weihnachtsgänse erstmals mit QR-Codes versehen. Darüber können Verbraucher mit dem Smartphone Informationen über das Tier abrufen.

„Wann die Gans geschlüpft ist, auf welchem Feld sie stand und wann sie geschlachtet wurde.“ Videos geben zudem Auskunft über die Haltung. Damit reagiert der größte Geflügelzuchtbetrieb in Sachsen nach eigenen Angaben auf die Verbraucher, die zunehmend auf Herkunft und artgerechte Haltung achten. „Wenn auch die meisten nach wie vor im Discounter einkaufen“, sagte Eskildsen.

Nach Angaben des Geflügelwirtschaftsverbandes Sachsen kommen etwa 85 Prozent der im Land verspeisten Gänse aus dem Ausland - meist aus Polen und Ungarn. Dennoch: „Sachsen ist ein Gänseland“, sagte der Vorsitzende Günther Drobisch. Traditionell gebe es in Sachsen Gänsezucht, ein Drittel der deutschen Gänseküken schlüpft dort und wird dann zur Aufzucht weiterverkauft. Es gebe in Sachsen bei Gänsezüchtern nur bäuerliche Haltung mit Auslauf. „Die Gänse sind tagsüber draußen auf der Wiese, bekommen lediglich Körner zusätzlich“, so Drobisch.

Bundesweit wurden im Vorjahr rund 4900 Tonnen Gänsefleisch erzeugt - 3,9 Prozent mehr als 2013. Knapp 600 000 Gänse wurden geschlachtet. Nur etwa 18 Prozent des Bedarfs liefern deutsche Betriebe, der Rest sind Importe aus Polen und Ungarn. Bundesweit gibt es etwa 4600 (Stand 2013) Mastbetriebe, in Sachsen sind es rund 200 Betriebe, die etwa 26 000 Gänse halten.

Auf der Gänsefarm Eskildsen wird noch bis zum 22. Dezember geschlachtet. Rund 15 000 Mastgänse und 7000 Zuchtgänse stehen derzeit auf den Wiesen. Während vor einem Jahr noch Stallpflicht wegen Vogelgrippe-Risikos herrschte, hätten die Gänsehalter in diesem Jahr Glück gehabt. „Dieses Jahr war absolute Ruhe“, so Eskildsen.

Verbraucher müssen für frische Gänse nicht tiefer in die Tasche greifen, das Kilogramm liegt derzeit bei 11,50 Euro - und damit auf dem Niveau des Vorjahres.

Christiane Raatz, dpa

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