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Schatzkästchen Elbe? - Funde im trockenen Flussbett

Schatzkästchen Elbe? - Funde im trockenen Flussbett

Die sonst so grüne Region an der Elbe erscheint in diesem Sommer in Teilen wie eine Mondlandschaft. Nach der langen Trockenheit sind statt Wasser vielerorts vor allem Steine und Geröll zu sehen.

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Nach der langen Trockenheit sind statt Wasser vielerorts vor allem Steine und Geröll zu sehen.

Quelle: Matthias Hiekeldpa

Aber nicht nur: Im ausgetrockneten Flussbett finden sich allerlei Spuren der Vergangenheit.

Ein Überblick:

- MUNITION: Spaziergänger und Angler stießen auf Patronen, Minen und gar Granaten. An mehreren Tagen musste deshalb zuletzt der Kampfmittelbeseitigungsdienst ausrücken, teilte ein Sprecher des Technischen Polizeiamts am Freitag in Magdeburg mit. Teilweise musste Munition vor Ort gesprengt werden. Dass sie mehr als 70 Jahre lang Umwelteinflüssen ausgesetzt war, macht sie den Angaben zufolge noch gefährlicher. Wer Kampfmittel entdeckt, solle die Polizei rufen.

- MÜLL: Leere Flaschen, Fahrradleichen und anderer Unrat treten nun vielerorts zutage. Bürger hätten auch den Fund von Mülleimern und Bauzaunelementen in der Elbe gemeldet, sagte eine Sprecherin der Stadt Magdeburg. Was mit dem Müll passiert und wer für eine Beseitigung zuständig wäre, ist aber noch nicht geklärt. 

- SCHADSTOFFE: Umweltschützer wünschen sich sogar noch weitergehende Aufräumarbeiten: „Die betroffenen Landesregierungen sollten sich jetzt des Sediments annehmen und belasteten Untergrund ausbaggern“, sagte der Landesgeschäftsführer des BUND in Sachsen-Anhalt, Oliver Wendenkampf, am Freitag. Er spielt an auf Schadstoffe und Schwermetalle, die sich mit der Zeit im Bodensatz der Elbe angelagert haben. Sie stammen etwa aus der chemischen Industrie. -

 HUNGERSTEINE: 1842, 1963, 2003 - Inschriften auf manchen Steinen an der Elbe in Sachsen zeigen, wie selten derartig niedrige Pegelstände wie im Moment erreicht werden. Die sogenannten „Hungersteine“ wurden schon vor Jahrhunderten von Anwohnern bei Niedrigwasser ins Flussbett gelegt und mit Jahreszahlen versehen. Den Namen bekamen sie, weil ihre Sichtbarkeit auf Ernteausfälle oder das Aus für die Schifffahrt hinwies - und die Menschen zu hungern hatten.

- TOMATEN: Auf dem Magdeburger Domfelsen wurden Tomaten entdeckt: Zwischen Steinen und Geröll blühen zahlreiche Pflanzen, einige haben sogar schon grüne Früchte. Wissenschaftler haben eine einfache Erklärung für das Phänomen: Das Saatgut könnte aus übergelaufenen Kläranlagen stammen. „Die Samen der Tomaten passieren den Darm im keimfähigen Zustand“, sagte Professor Dietmar Brandes von der TU Braunschweig.

- WERTVOLLES: Die zahlreichen Spaziergänger am Elbufer und im trockenen Flussbett könnten auch kleine Schätze wie Münzen gefunden haben. Bislang ist der Dresdner Polizei aber kein Fund von Wertgegenständen gemeldet worden.

Gisela Gross, dpa

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