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Sächsische Wirtschaft trotz Risiken robust

IHK-Umfrage: Sächsische Wirtschaft trotz Risiken robust

Ist das Glas nun halb voll oder halb leer? Die Hälfte der befragten Firmen einer Umfrage in Sachsen beurteilt ihre aktuelle Lage als gut. Das heißt aber nicht, dass die andere Hälfte schwarz sieht.

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Chemnitz/Dresden/Leipzig. Sachsens Wirtschaft zeigt sich laut einer Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammern (IHK) trotz vielfältiger Risiken robust. Dank hoher Auslastungen und steigender Umsätze bewerteten die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage positiver als noch im Frühjahr, teilten die IHK in den drei sächsischen Großstädten am Donnerstag mit. 50 Prozent der Firmen hätten ihre Lage als „gut“ bewertet (Frühjahr: 47 Prozent), 41 Prozent als „befriedigend“. Neun Prozent und damit ebenso viele wie im Frühjahr beurteilten ihre Lage dagegen mit „schlecht“.

„Aufgrund insgesamt steigender Belastungen, etwa bei den Personal- und Verwaltungskosten, und außenwirtschaftlichen Unsicherheiten, insbesondere in vielen Schwellenländern, fallen die Geschäftsprognosen zurückhaltender aus“, hieß es wörtlich. So erwarteten aktuell 20 Prozent (Frühjahr: 21 Prozent) der Firmen eine Verbesserung ihrer Geschäfte, 13 Prozent (11) eine Verschlechterung. Insgesamt verbesserte sich der IHK-Geschäftsklimaindex, der die Einschätzung zur aktuellen Lage und zu Erwartungen der Unternehmen gleichrangig berücksichtigt, zum dritten Mal in Folge.

Obwohl insgesamt 91 der Unternehmen ihre Geschäftslage mit „gut“ oder „befriedigend“ bewerten, konstatierten unterm Strich zum zweiten Mal in Folge mehr Unternehmer einen Ertragsrückgang statt eines -wachstums. Vor allem gestiegene Personal- und Verwaltungskosten werden als Belastungsfaktor gesehen. Nur im Bau und im Dienstleistungsgewerbe hielten sich die positiven und negativen Ertragsurteile fast die Waage. Laut Umfrage knüpft die Bauwirtschaft an die sehr guten Lageeinschätzungen der letzten Jahre an. Die Dienstleister zeigten sich stabil.

Laut Konjunkturumfrage erreichte das Barometer im Einzelhandel einen Spitzenwert. Beim Ausblick seien die Befragten allerdings uneins: Mit 18 beziehungsweise 17 Prozent seien die Optimisten und Pessimisten fast gleich stark. Im Großhandel zeigt der Trend nach oben. Die Bereitschaft für Investitionen nahm leicht zu. Die meisten Firmen gehen von einer stabilen Beschäftigung aus.

„Vor allem gestiegene Personalkosten sind für viele Unternehmen eine Belastung, so sieht fast die Hälfte der Unternehmen die Arbeitskosten als Geschäftsrisiko. Dem folgend rangieren die Binnennachfrage und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen auf den Plätzen zwei und drei im Risikoranking“, teilten die Kammern mit. Zunehmend betrachten Firmen den Fachkräftemangel als Risiko. Zudem würden die demografische Entwicklung mit ihren Folgen für Kaufkraft und Fachkräfte, steigende bürokratische Anforderungen und die Zahlungsmoral vieler Kunden als Probleme genannt.

dpa

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