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Sächsische Lehrer protestieren in Dresden für mehr Kollegen

Gegen Lehrermangel Sächsische Lehrer protestieren in Dresden für mehr Kollegen

Rund 100 Lehrer sind am frühen Montagnachmittag gegen den Lehrermangel im Freistaat auf die Straße gegangen. Vor den Ministerien für Kultus und Finanzen wollten sie ein Zeichen dafür setzen, dass der Beruf attraktiver werden müsse.

Sachsens Lehrer kämpfen für mehr Kollegen.
 

Quelle: S. Lohse

Dresden.  Rund 100 Lehrer sind am frühen Montagnachmittag gegen den Lehrermangel im Freistaat auf die Straße gegangen. Vor den Ministerien für Kultus und Finanzen wollten sie ein Zeichen dafür setzen, dass der Beruf attraktiver werden müsse. In dieser Woche beginnen Haushaltsverhandlungen zwischen den Ministerien.

Rund 100 Lehrer sind am frühen Montagnachmittag gegen den Lehrermangel im Freistaat auf die Straße gegangen. Vor den Ministerien für Kultus und Finanzen wollten sie ein Zeichen dafür setzen, dass der Beruf attraktiver werden müsse.

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In Sachsen gebe es im Sommer deutlich weniger Absolventen als offene Stellen, warnt der sächsische Lehrerverband SLV. Sachsen müsse also dringend Lehrer aus anderen Bundesländern gewinnen. Das gehe aber nur durch eine Besserstellung. Vor allem müssten Lehrer tariflich besser gestellt werden als bisher. Zudem fürchten die Lehrer eine Anhebung des Regelstundenmaßes. Es sei ein großer Nachteil, dass Sachsen nicht verbeamte, so Weichelt. Unter anderem fordert der Verband höhere Einstiegsgehälter und bessere Eingruppierungen als Anreiz. „Wir brauchen Lehrer gerade auf dem Land und an Brennpunktschulen.“

Zudem, so weist der SLV hin, werden perspektivisch noch mehr Lehrer benötigt. Denn entgegen bisheriger Planungen sinkt die Schülerzahl nicht, vielmehr wird sie noch jahrelang ansteigen. Sachsen brauche also dringend mehr Pädagogen. Der Lehrermangel dürfe nicht zu einer Mehrbelastung der jetzigen Lehrer führen. Das sei kontraproduktiv und auch für die Schüler eine Belastung. „Es gibt zu viele Schüler und zu wenig Bewerber“, sagte der Vorsitzende des sächsischen Lehrerverbandes (SLV), Jens Weichelt. „Wir brauchen mindestens 600 zusätzliche Lehrer, um allein diesen Anstieg abzufangen“, so Weichelt. Der Landeselternrat warnte von einem drohenden „Knock-out“ in diesem Sommer.

Bereits jetzt fehlen in Sachsen Lehrer. Allein in Dresden können 23 Schulen den sogenannten Grundbereich nicht mehr zu 100 Prozent abdecken, ergab eine kürzliche Anfrage der Grünen Landtagsabgeordneten Petra Zais an die Landesregierung.

sl (mit dpa)

Dresden, Carolaplatz 51.057285 13.744783
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dpa

In Sachsen wird es in den nächsten Jahren deutlich mehr Schüler geben als bisher erwartet. Wie das Kultusministerium am Freitag mitteilte, werden im Schuljahr 2019/20 mindestens 412.000 Kinder in Sachsen unterrichtet. Bisherige Modelle hatten nur mit 393.200 Schülern kalkuliert.

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