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Sächsische Bauern setzen auf Milchtankstellen

Rohmilch direkt vom Erzeuger Sächsische Bauern setzen auf Milchtankstellen

Milch frisch gezapft findet immer mehr Zuspruch bei Bauern und Verbrauchern in Sachsen. Die Zahl der Stationen steigt.

Die sächsischen Bauern suchen den direkten Weg zum Verbraucher und bieten frische Milch von der Tankstelle: Immer mehr Landwirte setzen auf solche Stationen.

Quelle: dpa

Dresden. Frische Milch von der Tankstelle: Immer mehr Bauern in Sachsen setzen auf solche Stationen. In diesem Jahr habe es einen Schub gegeben, sagte Juliane Bergmann, Referentin beim Sächsischen Landesbauernverband in Dresden. Derzeit böten 34 Betriebe im Land diesen Service an, der bei den Verbrauchern immer größeren Zuspruch fände. Experten gingen davon aus, dass die Nachfrage in den kommenden Jahren weiter steigen werde. Die höheren Preise störten die Zapfkunden offenbar nicht. Für sie sei es wichtig, frische Milch direkt vom Erzeuger erwerben zu können. Ein Liter koste an der Tankstelle etwa einen Euro, etwa doppelt so viel wie im Supermarkt.

„Wie viele solcher Apparate es derzeit in Deutschland gibt, ist schwer zu sagen, es gibt keine Statistik“, sagte Hans Foldenauer, Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM) in Freising (Bayern). Internetportale wie „milchtankstellen.de“ oder „milchautomaten-direktvermarkter.de“ listen zwischen 164 und 244 Standorte bundesweit.

„Solche Tankstellen sind angesichts niedriger Milchpreise eine Möglichkeit für die Bauern, eine Teil ihrer Erzeugnisse kostengünstig abzusetzen und sich etwas von der Molkereiwirtschaft zu lösen“, sagte Foldenauer. Doch die Misere am Milchmarkt sei wegen der eher geringen Mengen mit ihnen kaum zu lösen. Auch der Aufwand sei nicht zu unterschätzen. Die Anschaffung koste je nach Modell 5000 bis 8000 Euro. Außerdem müssten die Anlagen zweimal am Tag gereinigt werden.

Auch einige rechtliche Fragen müssten beachtet werden. Denn Rohmilch darf laut Gesetz nur im Erzeugerbetrieb abgegeben werden, außerhalb des Milchbetriebes ginge das nicht. Zudem seien der Direktvermarktung aus hygienischen Gründen enge Grenzen gesetzt, da Rohmilch das Risiko von Krankheitserregern trage. Am Automat müsse ein Schild mit dem Vermerk „Achtung Rohmilch, vor dem Verzehr abkochen“ angebracht sein.

Ein Vorteil für die Kunden sei, dass fast rund um die Uhr an Milchtankstellen gezapft werden könne, sagte Bergmann. Der Sächsische Bauernverband sieht hinter den Milchtankstellen noch einen anderen Gedanken: Der Kunde kann oftmals auch einen Blick in die Stallanlagen werfen und somit erleben, wie Milch erzeugt wird.

dpa

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