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Sachsens Wohnungswirtschaft warnt vor Rückbau-Stopp

Trotz Asyl-Unterbringung Sachsens Wohnungswirtschaft warnt vor Rückbau-Stopp

Sachsens Wohnungswirtschaft hat vor einem unüberlegten Stadtumbau-Stopp im Zusammenhang mit der Unterbringung von Flüchtlingen gewarnt. Der VDW vertritt 127 meist kommunale Wohnungsunternehmen, die mit 316 000 Wohnungen rund 14 Prozent des sächsischen Wohnungsbestandes bewirtschaften.

Quelle: dpa

Sachsens Wohnungswirtschaft hat vor einem unüberlegten Stadtumbau-Stopp im Zusammenhang mit der Unterbringung von Flüchtlingen gewarnt. „Wer glaubt, man könne den Zustrom an Asylsuchenden doch einfach ausnutzen, um Leerstände zu senken und Rückbaukosten zu sparen, der versteht nichts von nachhaltiger, sozial verantwortlicher Stadtentwicklung“, sagte Rainer Seifert, Direktor des Verbandes der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (VDW). Forderungen nach einem Rückbau-Stopp - und damit einem Erliegen wichtiger Stadtumbau-Prozesse - müssten daher eine Absage erteilt werden, um keine falschen Weichen für die Zukunft zu stellen.

„Insbesondere in den ländlichen Gebieten, die noch immer von hohem Leerstand geprägt sind, werden auch in den kommenden Jahren weitere Rückbaumaßnahmen dringend notwendig bleiben“, sagte Seifert. Er warnte vor der Entstehung von „Ghettos“, wenn etwa ganze Blöcke in Randlage und mit schlechter Infrastruktur komplett an Flüchtlinge vermietet würden. Das erschwere eine nachhaltige Integration, so Seifert. Zudem müssten viele der für den Abriss vorgesehenen Wohnungen mit großem Zeit- und Kostenaufwand hergerichtet werden. Der VDW schätzt zudem, dass der Leerstand in den nächsten Jahren wegen der demografischen Entwicklung wieder steigt.

Erst Anfang Oktober hatte Sachsen eine neue Förderrichtlinie verabschiedet, mit der Landkreise und kreisfreie Städte mit 4,9 Millionen Euro bei der dezentralen Unterbringung von Asylbewerbern in leerstehenden Wohnungen unterstützt werden. Der vdw begrüßte diese Regelung grundsätzlich, sieht aber noch Handlungsbedarf. Es müsse sich aber zeigen, ob die finanzielle Zuwendung zwischen 3000 und 5000 Euro je nach Fläche angemessen sei, so Seifert.

Der VDW vertritt 127 meist kommunale Wohnungsunternehmen, die mit 316 000 Wohnungen rund 14 Prozent des sächsischen Wohnungsbestandes bewirtschaften.

dpa

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