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Sachsens Stiftungen für Flüchtlinge aktiv

Gründungstrend hält an Sachsens Stiftungen für Flüchtlinge aktiv

Auch in Sachsen engagieren sich mittlerweile viele Stiftungen für Flüchtlinge. Neugründungen fördern das Engagement von Menschen bei der Betreuung und Integration.

Auch in Sachsen engagieren sich mittlerweile viele Stiftungen für Flüchtlinge. Neugründungen fördern das Engagement von Menschen bei der Betreuung und Integration.

Quelle: dpa

Dresden. Immer mehr sächsische Stiftungen fördern die Hilfe für Flüchtlinge oder unterstützen direkt vor allem die kulturelle Bildung junger Einwanderer. „Da sind inzwischen viele bestehende, aber auch neue Stiftungen aktiv“, sagte Winfried Ripp von der Bürgerstiftung Sachsen vor dem 12. Sächsischen Stiftungstag am Samstag in Dresden. Dabei stehen Kinder- und Jugendarbeit und vor allem die Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund im Mittelpunkt.  

Da werden Ehrenamtliche in Erstaufnahmeeinrichtungen vermittelt oder die Schulung von Kita-Mitarbeitern im Umgang mit Flüchtlingskindern gefördert. Viele Stiftungen haben ihre Aktivitäten in den Bereichen Bildung, Sport oder Gesundheit auf Menschen ausgeweitet, die nach Deutschland geflüchtet sind. Auch bei Neugründungen geht es seit Wochen meist um Aspekte wie Deutschkurse oder kulturelle Vermittlung, wie Ripp berichtete. 

Nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen unterstützen 590 Stiftungen in Deutschland Integration und Migration, 350 haben Hilfe für Asylsuchende in ihrer Satzung festgeschrieben. Anfragen an den Bundesverband zeigten, dass die Zahl derer, die sich engagierten oder das wollten, tatsächlich noch größer sei, sagte eine Sprecherin. Für Sachsen gibt es keine Statistik dazu, aber laut Ripp einige Beispiele. „Eine Neugründung zur Förderung von Rockmusik will nun bei der kulturellen Integration junger Migranten durch Musik helfen.“ 

Eine andere Stiftung, die bisher Ausbildungsstipendien an im Ausland lebenden junge Menschen vergeben habe, fördere nun Deutschkurse. „Es gibt kaum Jemanden, der sich nicht mit dem Thema beschäftigt.“ 

Dabei ist der Stifterboom im Freistaat ungebrochen. Sie werden auch mit Vermögen abgesichert, erhöhen Aktienquoten, um größere Erträge zu erzielen oder setzen auf Zustiftung und Zusammenlegung. „Die klassische Anlage bringt ja nicht mehr viel“, sagte Ripp. Aus einem gemeinsamen Bürgerstiftungen-Fonds erwartet er für 2015 eine Ausschüttung von 2,5 Prozent - bei niedriger Basis von fünf Millionen Euro. 2014 waren es 2,8 Prozent. 

Mit inzwischen 501 Stiftungen bürgerlichen Rechts, die überwiegend ehrenamtlich geführt sind, ist Sachsen weiterhin Spitze unter den ostdeutschen Flächenländern. Bürger und Firmen engagieren sich für Kindergärten und Museen, gesunde Ernährung und Forschung, Lebensräume oder Kulturdenkmäler, Jugendclubs oder Pflegeheime. Zudem existieren Stiftungen öffentlichen Rechts und Hunderte „Treuhandstiftungen“, die nicht öffentlich registriert sind.

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