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Sachsens Ministeriums-Dienstwagen sind Dreckschleudern

Grüne kritisieren Übermotorisierung der Landesregierung Sachsens Ministeriums-Dienstwagen sind Dreckschleudern

Sachsens Minister und ihre Mitarbeiter sind in wahren Dreckschleudern unterwegs. Das ergab die Antwort von Innenminister Markus Ulbig (CDU) auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Katja Meier (Grüne). Rekordhalter ist der Audi A8 von Landesvater Stanislaw Tillich (CDU).

Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) mit seinem Dienstwagen, einem Audi A8.

Quelle: dpa

Dresden. Sachsens Minister und ihre Mitarbeiter sind in wahren Dreckschleudern unterwegs. Das ergab die Antwort von Innenminister Markus Ulbig (CDU) auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Katja Meier (Grüne). Rekordhalter ist der Audi A8 von Landesvater Stanislaw Tillich (CDU). Der Dienstwagen stößt 197 Gramm Kohlendioxid (CO 2) pro gefahrenem Kilometer aus. Zum Vergleich: Der EU-Richtwert für Neuwagen liegt bei 130 g/km. Die EU hat den Pkw-Herstellern das Ziel vorgegeben, die CO 2-Emissionen ihrer Autos bis zum Jahr 2015 durchschnittlich auf 130 g/km zu senken, bis zum Jahr 2020 auf durchschnittlich 95 g/km.

Einzige Ausnahme in der sächsischen Ministerriege: Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). Tillichs Stellvertreter wird in einem Hybridauto chauffiert, das nur 65 g/km Kohlendioxid emittiert.

Sachsens Grüne kritisieren die „Übermotorisierung“ der Landesregierung. „Der Fuhrpark in der Staatskanzlei überschreitet mit einem durchschnittlichen CO 2-Ausstoß von 172 g/km die EU-Vorgaben deutlich. Aber auch das Kultus- und das Innenministerium mit einer durchschnittlicher CO 2-Bilanz von 155 g/km fallen negativ auf“, kritisierte Meier, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion. „Die 4500 Dienstwagen der Staatsregierung und ihrer nachgeordneten Behörden […] können keinesfalls als kraftstoffsparend bezeichnet werden“, so die Abgeordnete.

Meier forderte daher, dass sich die Landes-Mitarbeiter ein Beispiel an Minister Dulig nehmen sollten und bei Kfz-Neuanschaffungen durchweg die EU-Ziele erfüllt werden müssten.

Nur 21 Elektro- und Hybridfahrzeuge bei Landesbehörden

Auch bei der Nutzung von Elektrofahrzeugen bliebe die Staatregierung weit hinter ihren selbstgesteckten Zielen zurück, so Grünen-Expertin Meier. Lediglich 21 Elektro- oder Hybridfahrzeuge sind unter den 4500 Dienstwagen der Behörden und Einrichtungen des Landes, geht aus der Zusammenstellung des Innenministers hervor. „Allerdings kündigte der Innenminister in seiner Antwort an: „Die Sächsische Staatsregierung strebt von Seiten der öffentlichen Nutzer im Bereich Elektromobilität eine Vorreiterrolle an und hat bereits in ihrem Fuhrpark erste Tests mit Elektrofahrzeugen durchgeführt. In den kommenden Jahren soll die Nutzung zielgerichtet ausgebaut werden.“

Ministerpräsident Tillich hatte bereits im Vorjahr die „Rote Karte“ für seinen umweltschädlichen Dienstwagen erhalten. Nach Ansicht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) war er 2015 der größte Klimasünder unter den Spitzenpolitikern des Freistaats. Dagegen hatte Bautzens Oberbürgermeister Alexander Ahrens (parteilos) vor wenigen Tagen angekündigt, ab Juli dieses Jahres auf seinen Dienstwagen verzichten zu wollen, weil er einfach zu teuer sei und wenig genutzt werde.

ttr

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