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Sachsens Milchbauern suchen Wege aus der Krise

Zu niedrige Preise Sachsens Milchbauern suchen Wege aus der Krise

Sachsens Milchbauern treffen sich angesichts der anhaltenden Niedrigpreise an diesem Freitag in Klipphausen im Landkreis Meißen zu einer Milchkonferenz. „Die Betriebe kommen momentan nicht aus dem Tal heraus“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Landesbauernverbandes, Manfred Uhlemann.

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Quelle: dpa

Meißen. Sachsens Milchbauern leiden unter den anhaltend niedrigen Preisen – und sehen auch die Politik in der Pflicht. „Die Russland-Sanktionen belasten die Branche“, sagte der Präsident des Landesbauernverbandes, Wolfgang Vogel, am Freitag. Die Milchbauern fordern daher eine Ausgleichszahlung für die Landwirte. Seit Beginn der Sanktionen sei der Milchpreis um etwa vier Cent gesunken, hieß es. Mehr als 150 Landwirte trafen sich am Freitag in Klipphausen im Landkreis Meißen zu einer Milchkonferenz. „Die Stimmung ist sehr gedrückt“, so Vogel.

Die Landwirte diskutierten auch darüber, wie mehr Druck auf die Molkereien und den Einzelhandel ausgeübt werden können. Dabei ging es auch um Vertragsgestaltungen und Lieferbedingungen. „Unsere Milch darf nicht verschleudert werden“, sagte Vogel. Die finanzielle Lage der Landwirte sei ernst und angespannt.

In Sachsen produzieren rund 900 Betriebe etwa 1,6 Millionen Tonnen Milch pro Jahr. Zuletzt bekamen die Landwirte 25 bis 26 Cent pro Liter Milch, die Kosten für die Produktion liegen nach Angaben des Bauernverbands aber bei 35 Cent.

Nach Einschätzung von Sachsens Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU) sind die Landwirte auf die Unterstützung des Bundes angewiesen. „Die aktuelle Situation ist für viele unserer landwirtschaftlichen Betriebe existenzbedrohend“, so der Minister. Seit Monaten seien die Preise für Milch und Fleisch viel zu niedrig. Daher unterstütze er Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU), der sich nun in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel für eine steuerliche Entlastung von Landwirten ausgesprochen hat.

Unter anderem bittet Haseloff darin um die Einführung einer steuerlichen Risikoausgleichsrücklage sowie um eine deutliche Erhöhung des steuerlichen Freibetrags für Land- und Forstwirte. „Ich appelliere an die Bundesregierung, die Vorschläge ernsthaft zu prüfen“, so Schmidt.

dpa

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