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Sachsens Linke enttäuscht von Machtkampf in der Partei - Regionalkonferenz in Schkeuditz

Sachsens Linke enttäuscht von Machtkampf in der Partei - Regionalkonferenz in Schkeuditz

Sachsens Linke sind enttäuscht vom Machtkampf um die Spitze der Bundespartei. „Ich hoffe aber noch immer auf den Weitblick von Politikern, darauf, dass ein Kompromiss gefunden wird“, sagte Linke-Landesvorsitzender Rico Gebhardt am Montag der Nachrichtenagentur dpa.

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Sachsens Linke-Landeschef Rico Gebhardt

Quelle: dpa

Am Sonntagabend hatte ein Krisentreffen von Bundestags-Fraktionsvize Dietmar Bartsch mit Ex-Parteichef Oskar Lafontaine kein Ergebnis gebracht. Bartsch hat bisher als einziger seine Kandidatur für den Parteivorsitz erklärt und will davon nicht abrücken. Auch Lafontaine ist grundsätzlich zu einer Kandidatur bereit, verlangt aber, dass kein anderer gegen ihn antritt.

Gebhardt nannte Lafontaines Agieren undemokratisch. „Das geht überhaupt nicht. Man kann wohl Wünsche äußern, aber keine Bedingungen stellen“, sagte der 48-Jährige, der den mit knapp 11.000 Mitgliedern bundesweit stärksten Landesverband der Linken führt. Von einem Ost-West-Konflikt - ausgetragen über Bartsch/Lafontaine - wolle er dabei aber nicht sprechen. „Es gibt in Ost und West Anhänger beider Lager.“

Gebhardt rechnet damit, dass sich vorerst keine Frauen für den weiblichen Teil der Partei-Doppelspitze melden würden. „Es ist bedauerlich, dass wir derzeit in der Partei dafür keine Atmosphäre haben. Denn jede Kandidatur würde automatisch einem Lager zugeordnet werden.“ Deshalb hielten sich die Frauen derzeit bedeckt.

An diesem Mittwoch treffen sich die Linken aus Sachsen und Sachsen-Anhalt in Schkeuditz zu einer Regionalkonferenz, um über die Vorbereitung des Bundesparteitages zu beraten. Der neue Parteivorstand soll auf dem Parteitag in Göttingen am 2. und 3. Juni gewählt werden. Ob die sächsischen Linken dann in der kommenden Woche ein Personalvotum abgeben, ließ Gebhardt offen.

Der Dresdner Stadtverband sprach sich am Montag für zwei Frauen an der Parteispitze aus. „Wir erwarten vom Göttinger Parteitag, dass die Variante einer weiblichen Doppelspitze gleichberechtigt neben anderen Lösungen zur Diskussion steht und alternativ gewählt werden kann“, hieß es in einer Erklärung. Für solch eine Variante hatte am Wochenende bereits die Linksparteichefin in Nordrhein-Westfalen, Katharina Schwabedissen, plädiert.

dpa

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