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Sachsens Justiz will Cyberkriminalität stärker bekämpfen

Internetkriminalität Sachsens Justiz will Cyberkriminalität stärker bekämpfen

Im Kampf gegen die Internetkriminalität bündelt die sächsische Justiz ihre Kräfte. Künftig soll bei der Generalstaatsanwaltschaft in Dresden eine Zentralstelle für die Bekämpfung von Cybercrimes zuständig sein.

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Quelle: dpa

Dresden. Mit einer neuen Zentralstelle Cybercrime Sachsen (ZCS) will die sächsische Justiz künftig stärker gegen Internetkriminelle vorgehen. Ab 15. März nimmt die bei der Generalstaatsanwaltschaft Dresden angesiedelte Stelle ihre Arbeit auf, wie Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) am Freitag erklärte. Die ZCS ist zunächst mit einem Leiter, zwei Staatsanwälten und einem IT-Spezialisten besetzt. Die Experten sind vor allem als Berater und Koordinierungsstelle für Ermittler zuständig, die sich mit Internetkriminalität befassen. Zudem sollen sie die sächsischen Staatsanwälte auf diesem Gebiet aus- und fortbilden.

Nur einzelne hochkarätige Verfahren, die sich etwa mit der inneren und äußeren Sicherheit in Deutschland beschäftigen, werden von der ZCS selbst geführt, erklärte Generalstaatsanwalt Klaus Fleischmann. Neben der Internetkriminalität wie Abzocke und Betrug, Ausspähen oder Sabotage soll sich die Zentralstelle auch um Fälle von Hetze und Bedrohungen im Netz kümmern.

Die Nutzung digitaler Informations- und Kommunikationsmedien nehme stetig zu, so Minister Gemkow. „Das hat aber auch zur Folge, dass Cyberkriminellen immer mehr Tatgelegenheiten eröffnet werden.“ Diese wachsende Kriminalitätsform müsse stärker bekämpft werden, hieß es.

Den Angaben zufolge wird derzeit auch eine Kooperation mit der Fachhochschule in Mittweida geprüft, die für Ausbildung und Sachverständige auf dem Gebiet zur Verfügung stehen soll.

Die neue Zentralstelle soll eng mit dem sächsischen Cybercrime Competence Center (SN4C) des Landeskriminalamtes kooperieren. 2014 wurden in Sachsen rund 10 300 Straftaten registriert, bei denen das Internet eine Rolle spielte. 2400 Fälle betrafen Cybercrime im engeren Sinne. Der durch Cybercrime entstandene Schaden wird auf rund 1,6 Millionen Euro beziffert. Zahlen für das Vorjahr liegen noch nicht vor.

dpa

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