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Sachsens Imker mit Honigernte zufrieden

gutes Angebot an Rapshonig Sachsens Imker mit Honigernte zufrieden

2015 war ein gutes Honigjahr in Sachsen. Mehr als 1000 Tonnen konnten die Imker ernten. Doch die derzeit milden Temperaturen bereiten manchen Bienenzüchtern Sorge.

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Quelle: dpa

Dresden. Sachsens Imker haben in diesem Jahr eine gute Honigernte eingefahren. „Wir haben mehr als 1000 Tonnen Honig, damit können wir zufrieden sein“, sagte Sven Richter, Experte für Bienenprodukte im Landesverband Sächsischer Imker. Mit einem Ertrag von durchschnittlich 32 bis 33 Kilogramm Honig pro Bienenvolk liegen Sachsens Imker leicht über dem Ertrag vom vergangenen Jahr. Vor allem Frühtracht und Rapshonig füllen demnach in diesem Jahr die Gläser, während dagegen das Angebot an Lindenhonig knapp ausfällt. „Wegen des trockenen und heißen Sommers haben die Lindenblüten kaum Nektar abgesondert“, so Richter.

Der eingebrachte Honig sei allerdings von hoher Qualität, erklärte Richter. Der heiße Sommer habe dafür gesorgt, dass der Wassergehalt im Honig gering sei. Die Honigverordnung schreibt einen Wasseranteil von maximal 20 Prozent vor. Für die Bienen ist das Honigsammeln eine Fleißarbeit: Für ein 500-Gramm-Glas Honig müssen sie eine Strecke von etwa 120 000 Kilometern zurücklegen.

„Jetzt sind die Bienen eigentlich in der Winterruhe“, so Richter. Wegen der frühlingshaften Temperaturen seien die Tiere aber immer noch draußen unterwegs. „Das kann gefährlich werden, wenn der Imker nicht genug zugefüttert hat“. Dann könnten die Tiere im Frühjahr möglicherweise verhungern. Richter rät zu regelmäßigen Kontrollen.

Nach Angaben des Umweltministeriums wurden 2014 insgesamt 44 379 Bienenvölker im Freistaat gezählt. Die Zahl der Bienenhalter stieg im Vorjahr um mehr als zehn Prozent auf 5128 Imker. Um Neueinsteiger zu locken, zahlt Sachsen einen Zuschuss von 100 Euro pro Bienenvolk - höchstens allerdings 500 Euro.

dpa

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