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Sachsens Handel startet furios ins Weihnachtsgeschäft

Gute Umsätze Sachsens Handel startet furios ins Weihnachtsgeschäft

Die Händler in Mitteldeutschland rechnen mit einem guten Weihnachtsgeschäft. "Auch wenn viele noch etwas zurückhaltend sind - wir denken, ein Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr dürfte drin sein", sagte Gunter Engelmann-Merkel vom Handelsverband Sachsen.

Quelle: dpa

Dresden. Die Händler in Mitteldeutschland rechnen mit einem guten Weihnachtsgeschäft. "Auch wenn viele noch etwas zurückhaltend sind - wir denken, ein Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr dürfte drin sein", sagte Gunter Engelmann-Merkel vom Handelsverband Sachsen. In Thüringen und Sachsen-Anhalt erwartet man ebenfalls ein Plus von zwei Prozent.

Ganz oben auf der Einkaufsliste stehen Spielwaren, Bücher, Uhren, Schmuck und elektronische Geräte, insbesondere Handys und Computer. Ebenso Gutscheine und Lebensmittel. "Zum Weihnachtsfest kommen zudem verstärkt erlesene Tropfen, Pralinen und regionale Produkte vom Schinken bis zum Stollen auf den Gabentisch", sagt Engelmann-Merkel. Die Textilbranche hofft hingegen noch auf winterliche Temperaturen. Zurzeit greifen Kunden bei warmen Jacken, Mänteln, Mützen und Handschuhen weniger zu.

Für den Einzelhandel ist das Weihnachtsgeschäft besonders wichtig. Denn im November und Dezember wird etwa ein Fünftel des Jahresumsatzes erzielt. Die Sachsen erwarten in dieser Zeit einen Umsatz von rund vier Milliarden Euro. Bundesweit sollen es 86,7 Milliarden werden. Der größte Wachstumstreiber sei der Online-Handel, der Verband geht in dieser Branche von einem Wachstum von zwölf Prozent aus.

"Gestiegene Einkommen, weniger Arbeitslose und mehr Beschäftigte - die Entwicklung stimmt uns zuversichtlich", sagt Engelmann-Merkel. Außerdem gebe es - anders als in den Vorjahren - kaum Preisanstiege. Einzig Süßigkeiten hätten sich verteuert, weil die Ausgaben für Rohstoffe geklettert sind.

Erfahrungsgemäß kaufen die Deutschen erst spät ihre Geschenke, ein Großteil sogar erst kurz vor Heiligabend, Knut Bernsen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Thüringen, ist darüber gar nicht froh, denn verkaufsoffene Sonntage gibt es im Land nur am ersten oder zweiten Advent. Während sich der Handelsverband seit langem mehr Freiheit in dieser Frage wünscht, warnen Gewerkschaften und Kirchen dagegen vor einer schleichenden Aushöhlung des Sonn- und Feiertagsschutzes.

In Sachsen sind in Leipzig und Chemnitz die Geschäfte am ersten und dritten Advent geöffnet. Hingegen dürfen in Dresden die Innenstadthändler nur am 2. Adventssonntag öffnen. An der Elbe sieht man darin einen Wettbewerbsnachteil. Obendrein würden die montäglichen Pegida-Demonstrationen zu Umsatzeinbußen führen. Künftig sollte das Ladenöffnungsgesetz wieder maximal ausgeschöpft werden, fordert der Verband. Dirk Fittkau, Centermanager der Centrum-Galerie in Dresden, konstatierte denn auch für den zurückliegenden Sonnabend: "Es war rappelvoll und deutlich spürbar, dass das Weihnachtsgeschäft angelaufen ist."

Laut einer Studie rechnet jeder fünfte Bundesbürger damit, dass er während der Feiertage einen Dispokredit in Anspruch nehmen muss. Die Zinsen dafür liegen bei zwölf Prozent und darüber. Die Verbraucherschutzzentrale Sachsen rät alternativ zu einem Ratenkredit ohne einer Restkreditversicherung.

Andreas Dunte und Christin Grödel

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