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Sachsens Firmen wollen bessere Internetanbindung

Umland abgehängt Sachsens Firmen wollen bessere Internetanbindung

Die Mehrheit der sächsischen Unternehmen ist unzufrieden mit ihrer derzeitigen Internetanbindung. 59 Prozent der Betriebe klagen über ihre Breitbandversorgung. Das ergab eine Umfrage der drei sächsischen Industrie- und Handelskammern Chemnitz, Dresden und Leipzig unter 1286 Firmen aller Branchen.

Die Mehrheit der sächsischen Unternehmen ist unzufrieden mit ihrer derzeitigen Internetanbindung.

Quelle: Daniel Reinhardt, dpa

Chemnitz/Leipzig/Dresden. Die Mehrheit der sächsischen Unternehmen ist unzufrieden mit ihrer derzeitigen Internetanbindung. 59 Prozent der Betriebe klagen über ihre Breitbandversorgung. Das ergab eine Umfrage der drei sächsischen Industrie- und Handelskammern Chemnitz, Dresden und Leipzig unter 1286 Firmen aller Branchen.

Dabei zeigen sich landesweit deutliche Unterschiede. Am besten beurteilen Unternehmen in der Stadt Leipzig (55 Prozent), der Stadt Dresden (52 Prozent) und im Landkreis Nordsachsen (47 Prozent) ihre Lage. Die Schlusslichter im Zufriedenheitsranking bilden die Landkreise Mittelsachsen (25 Prozent) und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (25 Prozent). Abgeschlagen landet die Stadt Chemnitz mit einer Zufriedenheitsquote von lediglich 33 Prozent.

72 Prozent der befragten Betriebe haben derzeit Verträge mit Geschwindigkeiten unter 30 Megabit (Mbit) je Sekunde. Knapp die Hälfte aller Unternehmen nutzt dabei Anschlüsse zwischen 6 und 16 Mbit. 23 Prozent der Unternehmen arbeiten mit Breitbandgeschwindigkeiten über 50 Mbit. Die sächsische Landesregierung verfolgt im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie das Ziel einer flächendeckenden Versorgung mit Hochgeschwindigkeitsbreitband bis zum Jahr 2018 mit mindestens 50 Mbit und bis zum Jahr 2025 mit mindestens 100 Mbit. Davon sind die meisten Firmen weit entfernt.

„Die sächsische Wirtschaft nimmt die Herausforderung der Digitalisierung für die nächsten Jahre ernst“, sagte Detlef Hamann, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Dresden, im Namen der drei Kammern. Immerhin wünschten sich 62 Prozent der Unternehmen größere Bandbreiten. „Das ist ein deutliches Signal der Wirtschaft, die in der örtlichen Breitbandverfügbarkeit entscheidende Wettbewerbsvor- oder -nachteile in der nahen Zukunft sieht“, betonte Hamann. Die Betriebe seien auch bereit, dafür zu zahlen. 55 Prozent der Unternehmen zahlen demnach derzeit für ihren Internetanschluss zwischen 20 und 60 Euro im Monat. Laut Umfrage sind 53 Prozent der Unternehmen bereit, für eine Geschwindigkeit von 100 Mbit auch mehr auszugeben. 24 Prozent würden dafür bis 99 Euro monatlich in Kauf nehmen, 29 Prozent der Unternehmen auch mehr.

Die Betriebe des produzierenden Gewerbes in Sachsen erwarten bei der Digitalisierung in den nächsten fünf Jahren besonders hohe Zuwächse bei der Steuerung und Überwachung von Maschinen. Nach Ansicht des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim ersetzen Maschinen zwar menschliche Arbeit. Andererseits werde durch zunehmende Produktnachfrage in einem noch größeren Umfang die Arbeitsnachfrage wiederum erhöht.

Trotz einer Steigerung der Versorgungswerte habe Sachsen sein Potenzial beim Breitbandausbau noch nicht ausgeschöpft, sagte Stefan Brangs, Staatssekretär im Dresdner Wirtschaftsministerium. „Die Digitalisierung in Sachsen ist eines der Schlüsselthemen und zugleich eine der größten Herausforderungen für den Freistaat in den nächsten Jahren“, betonte der Politiker. Erst eine leistungsstarke Infrastruktur gewährleiste einen erfolgreichen digitalen Wandel.

Zuständig für den Ausbau sind in erster Linie die Telekommunikationsunternehmen. Dort, wo sich ihrer Auffassung nach ein solcher Ausbau nicht rechnet, stellt der Freistaat Fördermittel bereit.

Von Ulrich Milde

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