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Sachsens Export brummt: Freistaat im Osten die Nummer 1

Export Sachsens Export brummt: Freistaat im Osten die Nummer 1

Produkte und Dienstleistungen sächsischer Firmen werden im Ausland immer beliebter. Im vorigen Jahr stiegen die Ausfuhren auf den Rekordwert von 38,5 Milliarden Euro und machten damit ein Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung aus – das sind sieben Milliarden mehr als 2014.

Quelle: dpa

Dresden.  Produkte und Dienstleistungen sächsischer Firmen werden im Ausland immer beliebter. Im vorigen Jahr stiegen die Ausfuhren auf den Rekordwert von 38,5 Milliarden Euro und machten damit ein Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung aus – das sind sieben Milliarden mehr als 2014, als der Exportanteil bei knapp 30 Prozent lag. Sachsen ist damit das ausfuhrstärkste neue Bundesland und liegt, gemessen an der Quote, deutschlandweit auf Platz 6.

„Weltoffenheit und Internationalität prägen nicht nur Kunst, Kultur und Wissenschaft in Sachsen, sie sind auch unverzichtbar für unseren wirtschaftlichen Erfolg“, kommentiert das Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). Besonders für kleine und mittlere Unternehmen sei der Export ein Wachstumsfaktor. Trotz des positiven Trends stehen die Unternehmen im Freistaat vor schwierigen Herausforderungen. „Die Unternehmen sehen die anhaltenden weltweiten Unsicherheiten, Krisen und Konflikte mit großer Sorge“, sagt Sandra Lange von der Vereinigung der sächsischen Wirtschaft.

„Die negativen Ereignisse in der Welt sind ein großes Risiko“, bestätigt Thomas Möckel von der PF Pumpen und Feuerlöschtechnik in Jöhstadt (Erzgebirge). Das Unternehmen hat Abnehmer in Europa, dem Nahen und Fernen Osten sowie in Nordafrika. 70 Prozent des Vorjahresumsatzes von 15 Millionen Euro wurden jenseits der deutschen Grenzen erwirtschaftet. Zu den erfolgreichen Firmen im Auslandsgeschäft zählt auch die Omeras GmbH in Lauter-Bernsbach. 2015 betrug der Exportanteil der Erzgebirgler 75 Prozent bei einem Gesamtumsatz von 14 Millionen Euro. „Wir sind im Grunde ein reiner Exportbetrieb. Für uns ist das Geschäft mit dem Ausland überlebensnotwendig“, sagt Geschäftsführer Andreas Huhn. Seit 1992 werden in seinem Unternehmen Architektur-Emalierungen für Verkehrsbauten und Bahnstationen hergestellt, die vor allem im arabischen Raum sowie Asien und Australien gefragt sind.

Probleme bereitet den Betrieben speziell die angespannte Lage im Verhältnis zu Russland. „Die Sanktionen der Europäischen Union belasten die Unternehmen unverändert“, so Lange. Der Anstieg der Exporte in andere Länder dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass es vor allem für Mittelständler schwierig sei, neue Kunden zu finden.

Impulse erhofft sich die sächsische Wirtschaft von der Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran. „Dort genießen deutsche Produkte traditionell eine hohe Wertschätzung“, so Lange. Angesichts des Nachholbedarfs des Landes, von der Infrastruktur über den Maschinen- und Anlagenbau bis hin zur Informationstechnologie, hätten auch sächsische Unternehmen gute Chancen.

Von Nathalie Helene Rippich

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