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Sachsens Betriebe schlagen Alarm: Kaum einer will Techniker werden

Freie Stellen Sachsens Betriebe schlagen Alarm: Kaum einer will Techniker werden

Kurz vor dem Start ins neue Ausbildungsjahr suchen immer noch Tausende Betriebe in Mitteldeutschland Lehrlinge. Ein Großteil der 16 573 freien Stellen wird vermutlich unbesetzt bleiben. Denn ihnen stehen in den drei Ländern aktuell 11 769 Jugendliche gegenüber, die noch keinen Lehrbetrieb gefunden haben, wie die Arbeitsagenturen mitteilen.

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 Kurz vor dem Start ins neue Ausbildungsjahr suchen immer noch Tausende Betriebe in Mitteldeutschland Lehrlinge.
 

Quelle: dpa

Leipzig.  Kurz vor dem Start ins neue Ausbildungsjahr suchen immer noch Tausende Betriebe in Mitteldeutschland Lehrlinge. Ein Großteil der 16 573 freien Stellen wird vermutlich unbesetzt bleiben. Denn ihnen stehen in den drei Ländern aktuell 11 769 Jugendliche gegenüber, die noch keinen Lehrbetrieb gefunden haben, wie die Arbeitsagenturen mitteilen.

In Sachsen gibt es rund 5878 Jugendliche, die eine Ausbildung suchen, und 7161 freie Lehrstellen. Rein rechnerisch fehlen damit im Freistaat 1283 Bewerber, sagt Klaus Schuberth, Chef der Landesarbeitsagentur in Chemnitz. In Thüringen fehlten sogar 2396 und in Sachsen-Anhalt 1125 Bewerber. Obendrein passen die Wunschberufe nicht immer zu den freien Stellen. Beispielsweise wollen in Sachsen 755 Jugendliche Verkäufer werden – dafür gibt es aber nur noch 429 freie Ausbildungsstellen. Das gilt ebenso für den Einzelhandelskaufmann oder auch den Fachlagerist. Chefs und Bewerber finden aber auch aus anderen Gründen nicht zueinander: Erstens, weil die jungen Leute nicht das gewünschte Anforderungsprofil der Unternehmen erfüllen oder der Ausbildungsbetrieb viel zu weit weg ist. Das macht die Vermittlung nicht immer leicht, sagt Schuberth. Arbeitgeber sollten deshalb umdenken und auch schulschwächeren Bewerbern eine Chance im Auswahlverfahren geben. „Oftmals offenbart sich erst bei genauerem Hinsehen die Eignung eines Bewerbers.“ Schülern rät er, über Alternativen zu ihrem Wunschberuf nachzudenken. Jugendliche könnten heute aus über 328 Ausbildungsberufen wählen.

Die größten Chancen gibt es in den Berufen Zerspanungsmechaniker, Elektriker, Anlagenmechaniker oder auch Fleischer – allein hier stehen jedem Bewerber 65 Ausbildungsplätze gegenüber. Im Beruf des Werkzeugmachers sind es elf und beim Fachmann für Systemgastronomie fast dreißig. Mehr Stellen als Bewerber gibt es auch bei den Hörgeräteakustikern, Rechtsanwaltsfachangestellten, Tierwirten oder Oberflächenbeschichtern.

Die Handwerker im Kammerbezirk Leipzig offerieren in diesem Jahr sechs Prozent mehr freie Stellen. Noch 147 Stellen sind unbesetzt, so viele wie noch nie rund eine Woche vor Ausbildungsbeginn, so Kammersprecherin Andrea Wolters. „In vielen Firmen kann übrigens der Lehrvertrag auch noch etwas später abgeschlossen werden. Es gibt beispielsweise noch viele freie Plätze als Elektroniker oder Anlagenmechaniker“, sagt sie.

Von Andreas Dunte

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