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Sachsens Bauern protestieren in Dresden für höhere Milchpreise

Traktorkorso Sachsens Bauern protestieren in Dresden für höhere Milchpreise

Mit einem Traktorkorso über Marienbrücke und Augustusbrücke haben Sachsens Bauern am Donnerstagmorgen in Dresden für höhere Milchpreise demonstriert.

Quelle: S. Lohse

Dresden.  Mit einem Traktorkorso über Marienbrücke und Augustusbrücke haben Sachsens Bauern am Donnerstagmorgen in Dresden für höhere Milchpreise demonstriert. Um neun Uhr starteten zahlreiche Traktoren und LKW an der Pieschener Allee, um schließlich am Landtag anzukommen, wo zahlreiche weitere Landwirte bereits demonstrierten. Bis zum Mittag drehten die Landwirte Runde um Runde und sorgten dabei vor allem auf der Marienbrücke und der Großen Meißner Straße für veritable Staus.

Mit einem Traktorkorso über Marienbrücke und Augustusbrücke haben Sachsens Bauern am Donnerstagmorgen in Dresden für höhere Milchpreise demonstriert. Um neun Uhr starteten zahlreiche Traktoren und LKW an der Pieschener Allee, um schließlich am Landtag anzukommen, wo zahlreiche weitere Landwirte bereits demonstrierten.

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Der Protest richtet sich vor allem gegen die im Moment extrem niedrigen Milchpreise von bis zu 20 Cent pro Liter. Um wirtschaftlich produzieren zu können, bräuchten die Bauern das Doppelte. Landesbauernpräsident Wolfgang Vogel forderte vor allem Hilfe der Kanzlerin. „Wer seine eigenen Lebensmittel nicht mehr produziert, wird erpressbar“, warnte er. Auch den Einzelhandel forderte er zum Umdenken auf. „Wir verdienen einen gerechten Lohn für gerechte Arbeit“, so Vogel. Den Bauern gebe man 20 Cent und sich selbst fülle man die Taschen. Aktuell hätten die Bauern einen Mindestlohn von einem Euro die Stunde.

75 Cent, das ist Vogels Vorstellung für einen fairen Milchpreis. Seiner Meinung nach würde diese Summe dem Verbraucher auch nicht weh tun. Der allerdings greift bislang bevorzugt zum billigen Produkt für deutlich weniger als 60 Cent pro Liter.

Sachsens Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU) sicherte den Landwirten erneut Unterstützung zu. Man sei sich einig, dass die dramatisch abgesunkenen Erzeugerpreise zu einer existenzbedrohenden Situation für die Betroffenen führen. Dafür seien langfristig wirkende Lösungen nötig. Die Wertschätzung für das Naturprodukt Milch müsse künftig wieder in den Verbraucherpreisen deutlich werden. Schmidt hatte sich bereits zuvor für direkte staatliche Hilfen ausgesprochen. Neben Zuschüssen sollten auch staatliche Überbrückungsdarlehen oder Bürgschaften angeboten werden.

In einem Brief an Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) unterbreitete der sächsische Minister eine ganze Reihe von Vorschlägen zur Lösung der Probleme. So schlägt er beispielsweise einen Milchfonds vor, in den Handel und Molkereien einzahlen und aus dem betroffene Landwirte Geld bekommen sollen. Eine weitere Möglichkeit sieht Thomas Schmidt in der Unterstützung von Branchenorganisationen unter anderem bei Marketing und Export. Weitere Punkte betreffen die Einführung einer steuerlich begünstigten Risikoausgleichsrücklage und steuerliche Änderungen.

Von S. Lohse (mit dpa)

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