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Sachsens Ausländerbeauftragter Martin Gillo wirbt für „Willkommensgesellschaft"

Sachsens Ausländerbeauftragter Martin Gillo wirbt für „Willkommensgesellschaft"

Der sächsische Ausländerbeauftragte Martin Gillo hat für eine noch stärkere Öffnung der Gesellschaft für Ausländer geworben. „Wir müssen eine Willkommensgesellschaft werden", sagte er am Freitag in Dresden bei der Vorstellung des Jahresberichtes 2011. Sachsen habe da Fortschritte gemacht.

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Sachsens Ausländerbeauftragter Martin Gillo.

Quelle: dpa

„Aber die Hetzideologie der braunen Vergangenheit hängt noch immer in einigen Köpfen herum", sagte er unter Hinweis auf den Anschlag auf ein Asylbewerberheim in Kamenz im Februar.

Gillo forderte den Freistaat auf, die Kommunen bei den steigenden Kosten für diese Heime nicht alleinzulassen. Die Mittel des Freistaates für die Unterbringung der Flüchtlinge seien seit zwölf Jahren nicht angepasst worden. In dieser Zeit seien aber etwa die Heizkosten auf das Dreifache gestiegen. Gillo zufolge gibt es in Sachsen mehr als 3000 Asylbewerber. Im Freistaat lebten Menschen aus etwa 170 verschiedenen Ländern. Ärzte aus 87 Nationen arbeiteten in sächsischen Krankenhäusern.

Zudem müssten Asylsuchende beim Lernen der deutschen Sprache mehr unterstützt werden, forderte Gillo. Er kündigte an, dass von Mitte März an den Asylbewerberheimen Bücherregale mit Wörterbüchern in fünf verschiedenen Sprachen angeboten würden. „Die Menschen dort müssen die ersten Schritte beim Erlernen der deutschen Sprache gehen können." Bisher hätten Asylsuchende erst dann einen Anspruch auf Deutschkurse, wenn sie als Flüchtling offiziell anerkannt seien. Diese Regelung aus den 90er Jahren müsse überdacht werden, sagte Gillo. „Wir brauchen Deutsch für alle."

In diesem Jahr sollen wie schon 2011 Asylbewerberheime überprüft werden, kündigte Gillo an. „Der Heim-TÜV ist unser Kursbuch für eine menschenwürdige Unterbringung von Asylsuchenden." Zudem wolle er sich weiter für eine beschleunigte Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse stark machen. „Wir brauchen eine zügige Landesgesetzgebung, die hilft, dass die hier lebenden Menschen ihre Ausbildung auch tatsächlich einbringen können." Es solle einen Dialog mit ausländischen Studenten, Ingenieuren und Fachkräften geben. „Wir möchten wissen, was geht schon gut und was nicht", sagte Gillo.

„Wir brauchen die Fachkräfte aus dem Ausland, wenn wir unseren Wohlstand erhalten wollen", sagte Gillo. Es müsse aber allen Ausländern Respekt entgegengebracht werden. „Willkommensgesellschaft heißt: Wer hier lebt, gehört zu uns", sagte Gillo. „Im Bäckerladen ist nicht erkennbar, ob die Betreffenden Fachkraft oder Flüchtling sind.

dpa

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