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Sachsen will sich vor problematischen Pflanzenarten schützen

Umwelt Sachsen will sich vor problematischen Pflanzenarten schützen

Sachsen will unerwünschte Pflanzenarten bekämpfen, die sich neu ansiedeln und einheimische zu verdrängen drohen. „Gegen manche der invasiven Pflanzenarten gibt es auch in Sachsen lokale Initiativen – die Bemühungen haben jedoch nur in wenigen Fällen nachhaltigen Erfolg“, teilte das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie mit.

Auf einem Feld wird der problematische Riesenbärenklau mit Pflanzenvernichtungsmittel bekämpft. (Archivbild)

Quelle: dpa

Dresden. Das Problem an der Wurzel bekämpfen: Sachsen will gegen unerwünschte Pflanzenarten angehen, die sich neu ansiedeln und einheimische Arten zu verdrängen drohen. „Gegen manche der invasiven Pflanzenarten gibt es auch in Sachsen lokale Initiativen – die Bemühungen haben jedoch nur in wenigen Fällen nachhaltigen Erfolg“, teilte das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie mit.

Oft richteten sich die Bemühungen gegen größere Vorkommen, die naturgemäß widerstandsfähig sein können. Zu den Flora-Invasoren gehört unter anderem der Riesenbärenklau in Teilen Westsachsens. Der Handlungsbedarf wird in fünf farblich markierte Stufen eingeteilt. Rot steht für „unverzügliche Tilgung.“

Wissenschaftler bezeichnen das Auftreten neuer Arten als „biologische Invasion“. Allgemein wird mit einem Anstieg des Anteils der neuen Arten (Neobiota) in Flora und Fauna gerechnet. Nicht zuletzt Importe in den Gartenmärkten sorgen dafür, dass auch Samen und Pflanzen nach Deutschland gelangen, die verheerende Folgen für einheimische Arten haben können.

Allerdings gilt nur in kleiner Teil der Neobiota als problematisch, weil er gesundheitliche, ökologische und wirtschaftliche Schäden verursachen kann, teilte das Landesamt mit. Das Bundesamt für Naturschutz schätzt den Anteil dieser Arten auf etwa 10 Prozent. Bei einer Umfrage unter sächsischen Behörden und Fachverbänden wurden 30 Pflanzenarten als problematisch eingeschätzt.

Sachsens Umweltministerium hatte bereits 2014 Empfehlungen zum Umgang mit Neobiota veröffentlicht und sieht eine wichtige Aufgabe darin, sie zurückzudrängen. Auch auf europäischer Ebene ist das ein Thema. Die EU-Kommission hatte 2011 in einem Strategiepapier die von Neobiota verursachten Schäden inklusive der Kosten für die Bekämpfung auf 12 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.

Einen „Bekämpfungsaktionismus“ beim Umgang mit Neobiota halten Experten aber für falsch. Oft stehe der erforderliche Aufwand in keinem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen beziehungsweise zum Ausmaß des Problems, heißt es in einem Bericht des sächsischen Umweltministeriums.

dpa

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