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Sachsen will Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse erleichtern

Sachsen will Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse erleichtern

Sachsen möchte die Hürden bei der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse senken. Am Dienstag gab das Kabinett einen entsprechenden Gesetzentwurf zur Anhörung frei.

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Sachsen sucht händeringend nach Fachkräften - besonders im Pflegebereich.

Quelle: dpa

„Wir wollen damit das Potenzial von Fachkräften mit ausländischen Berufsabschlüssen besser nutzen und die Integration von Migranten erleichtern“, begründete Kultusministerin Brunhild Kurth (parteilos) das Ansinnen. Jeder kluge Kopf sei im Freistaat willkommen.

Im Kern geht es darum, die schon gültige Regelung für Ausländer aus EU-Staaten auf alle Länder zu erweitern. Auch die Berufserfahrung von Antragstellern soll stärker eine Rolle spielen. Außerdem strebt Sachsen eine Anerkennung innerhalb von drei Monaten an.

Mit dem Gesetz kommt die Regierung einer Forderung des Ausländerbeauftragten Martin Gillo nach. Der hatte immer wieder darauf verwiesen, dass mit der bisherigen Praxis qualifizierten Menschen aus Drittstaaten ein guter Job oft verwehrt bleibt.

Dabei konnte es zu absurden Situationen kommen. Wenn ein Lette und ein Russe sich mit dem Diplom der selben Moskauer Universität in Sachsen vorstellten, wurde nur der Abschluss des Letten ohne Probleme anerkannt - schließlich kam er ja aus einem EU-Land. Für den Russen türmten sich dagegen unerwartete Hürden auf. Das Verfahren soll fortan für Antragsteller transparenter sein und allein über die Bildungsagenturen laufen. Bisher gab es eine Vielzahl von Anlaufstellen, was bei den Betroffenen für Verwirrung sorgte.

Wenn die Anerkennung des Abschlusses erfolgt, gilt sie auch in anderen Bundesländern. Der Betroffene wird quasi so gestellt, als habe er die Qualifikation in Sachsen erworben. Wer seine Unterlagen nicht mehr vollständig vorlegen kann, bekommt Alternativen geboten und kann zum Beispiel Prüfungen ablegen oder Arbeitsproben abliefern.

dpa

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